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Alumni Tipps für Ihr MBA-Interview

21. April 2016

Persönliche Alumni Tipps zum Bewerbungsgespräch von Valentin Mladenov

Ich heiße Valentin und habe an der WU Executive Academy ein MBA-Studium absolviert. Heute möchte ich Ihnen einige Ratschläge, die ich selbst gerne bereits vor meinem MBA-Bewerbungsgespräch bekommen hätte, mit auf den Weg geben. Deshalb habe ich im Folgenden versucht, meine Erfahrungen rund um die brennenden Fragen zum Bewerbungsgespräch zusammenzufassen und daraus einige Tipps für Sie abzuleiten.

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Etwas Vorbereitungszeit ist das Allerbeste für ein Bewerbungsgespräch. Sortieren Sie Ihre Gedanken und suchen Sie ein überzeugendes Argument für Ihre Bewerbung im MBA-Programm.

Was ist der Sinn und Zweck des MBA-Bewerbungsgesprächs?

Das MBA-Bewerbungsgespräch dient einem doppelten Zweck. Zum einen erhalten Sie die Möglichkeit, Bekanntschaft mit dem wissenschaftlichen Leiter oder der wissenschaftlichen Leiterin Ihres Programms zu machen, Fragen zum Studium und Curriculum zu stellen und Menschen zu treffen, die vielleicht schon bald Ihre StudienkollegInnen sein werden. Zum anderen kann der wissenschaftliche Leiter oder die wissenschaftliche Leiterin Sie bei dieser Gelegenheit kennenlernen, sich ein Bild von Ihnen machen und etwas über Ihre Zukunftspläne in Erfahrung bringen. Zumindest war das der Sinn und Zweck des Bewerbungsgesprächs für mein Programm – einen MBA mit Spezialisierung in Projekt- und Prozessmanagement an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Beim Bewerbungsgespräch begegnete ich einigen meiner späteren Studienkollegen und hörte sie über ihre Erfahrung, ihre Zukunftspläne und Ziele sowie über ihre Ambitionen sprechen. Ich hatte vorab die Befürchtung, mein Programm könnte vielleicht doch nicht das richtige für mich sein. Im Verlauf des Bewerbungsgesprächs wurden dann aber genau diese Bedenken ausgeräumt. Ich lernte den wissenschaftlichen Leiter des Programms kennen und wir begannen – noch bevor es mit dem Studium richtig losging – eine Beziehung zueinander aufzubauen, und zwar nicht nur von Lehrer zu Student, sondern auch von Experte zu Experte.

Vielleicht bekommen Sie das Gefühl, doch nicht das richtige Programm (oder möglicherweise einfach nur nicht die passende Spezialisierung) gewählt zu haben. Ich kann Ihnen nur ans Herz legen, ehrlich zu sich und dem wissenschaftlichen Leiter oder der wissenschaftlichen Leiterin zu sein. Ich erinnere mich, dass einer der beiden Kollegen, die gemeinsam mit mir beim Bewerbungsgespräch waren, auf einen anderen Schwerpunkt umsattelte, weil er erkannte, dass er bereits über alle im Rahmen der Spezialisierung Projekt- und Prozessmanagement vermittelten Kompetenzen verfügte.

Wie soll ich mich auf mein Bewerbungsgespräch vorbereiten?

Eines ist besonders wichtig – entspannt an die Sache heranzugehen! Sie bewerben sich nicht um eine Stelle und Ihre Zukunft wird nicht davon abhängen, wie gut Sie sich schlagen. Der wissenschaftliche Leiter oder die wissenschaftliche Leiterin hilft Ihnen dabei, zu verstehen, was auf Sie zukommt und was Sie wollen. Beim Bewerbungsgespräch geht es nicht darum, Ihren IQ oder Ihre emotionale Intelligenz zu testen.

Für die Vorbereitung möchte ich Ihnen folgende Tipps mit auf den Weg geben:

  • Legen Sie sich ein kurzes Statement über sich und Ihr berufliches Wirken zurecht – eines, das Sie rasch und mit Überzeugung präsentieren können. Bleiben Sie bei der Wahrheit – Sie brauchen niemanden zu beeindrucken.
  • Nehmen Sie sich etwas Zeit und machen Sie sich Gedanken über Ihre Zukunft. Stellen Sie sich Fragen wie: „Wo sehe ich mich in fünf Jahren?“ „Angenommen, ich wäre im Besitz eines Zauberstabs, mit dem ich mir jeden Wunsch erfüllen könnte, was würde ich dann tun?“ „Wie kann mir das MBA-Programm dabei behilflich sein, meine Ziele zu erreichen?“ Höchstwahrscheinlich wird man Sie nicht genau das fragen, aber es geht in erster Linie darum, dass Sie für sich wissen, was Sie sich vom MBA im Hinblick auf Ihre berufliche Zukunft erwarten.
  • Wenn Sie über Ihre Zukunft sprechen, denken Sie daran, Ziele nach dem SMART-Prinzip zu definieren (das werden Sie im Laufe des MBA-Studiums wahrscheinlich immer wieder hören): Ihre Ziele müssen sehr einfach formuliert, messbar, aktiv beeinflussbar, realistisch und terminiert sein. Zum Beispiel: „Ich beabsichtige, in fünf Jahren als ProjektmanagerIn in einem Fortune-500-Unternehmen tätig zu sein und Projekte mit einem Budget von mehr als $1.000.000 zu verantworten.“
  • Machen Sie sich Gedanken, warum Sie gerade diese Spezialisierung gewählt haben, und schreiben Sie Ihre Beweggründe auf. Was hoffen Sie dank Ihrer Spezialisierung zu erreichen? Inwiefern runden Sie mit der Spezialisierung Ihr Profil ab?
  • Stellen Sie eine Liste mit Ihren Fragen zusammen. Halten Sie darauf alles fest, was Ihnen unklar ist, Sie beschäftigt oder Ihnen Unbehagen bereitet. Nehmen Sie Ihre Notizen zum Bewerbungsgespräch mit, um nichts zu vergessen. Wenn Sie so wie ich veranlagt sind, werden Sie das Gespräch nämlich als echte Stresssituation empfinden (auch wenn es nicht so sein sollte :-D).
  • Bereiten Sie alle vom Programmmanagement benötigten Unterlagen gewissenhaft vor. Wenn ich mich recht entsinne, musste ich meine Zeugnisse im Original vorlegen.
  • Sehen Sie sich an, wie Sie zum Ort des Bewerbungsgesprächs gelangen, und drucken Sie einen Plan aus. Wenn möglich, legen Sie die Strecke am Vortag bereits einmal zurück, um sicherzugehen, dass Sie den Weg kennen und pünktlich erscheinen.
  • Unter Umständen ist es ratsam, sich nach der Kleiderordnung der Business School, an der das Bewerbungsgespräch stattfindet, zu erkundigen. Sicher ist sicher.

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