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10 Jahre MBA Energy Management: Die besten 10 Momente

04. Juni 2019

Prof. Jonas Puck über die Highlights aus 10 Jahren

Der MBA Energy Management der WU Executive Academy feiert heuer seinen 10. Geburtstag. Viele TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt haben bisher dieses für die Energiewirtschaft maßgeschneiderte MBA-Studium abgeschlossen und viel gelernt: über Energiemärkte, Erneuerbare Energien, über Analysen und Business-Strategien der Zukunft.

 

Oft sind es aber nicht Zahlen und Fakten, sondern die persönlichen, unerwarteten und emotionalen Momente, die uns in Erinnerung bleiben. Der Akademische Leiter des Programms, Prof. Jonas Puck, erinnert sich an die besten 10 Momente während der Studienreisen des MBA Energy Management, den International Residencies:

Bild von Prof. Jonas Puck
Prof. Jonas Puck, Akademischer Leiter des MBA Energy Management, erinnert sich an die besten 10 Momente während der International Residencies.

1. Große Persönlichkeiten

Eine besondere Ehre war es, Adnan Shihab-Eldin vor zehn Jahren für das Advisory Board des MBA Energy Management gewinnen zu können. Adnan Shihab-Eldin war zuvor Generalsekretär der OPEC. Für die Studierenden war es ein besonderes Gefühl, in die Klasse zu kommen und einen der einflussreichsten Menschen der Welt persönlich kennenzulernen und von ihm zu lernen. Adnan ist eine eindrucksvolle Persönlichkeit, der mit den Studierenden stehts auf Augenhöhe diskutiert. Auch 10 Jahre später zählt er immer noch zur Faculty des MBA Energy Management.

Bild von Adnan Shihab-Eldin
Adnan Shihab-Eldin konnte vor 10 Jahren für das Advisory Board gewonnen werden und ist immer noch Teil der Energy Management Faculty.

2. Besondere Orte der Innovation

Auf unseren International Residencies in die USA besuchen wir stets die Universitäten Berkeley und Stanford und auch Startups im Silicon Valley. Spannend sind hier vor allem die Widersprüche und Gegensätze an diesen drei herausragenden Orten der Innovation: Die Universität Stanford ist sauber, durchorganisiert und klar wie ein Schachbrett. In Berkeley kauern Obdachlose rund um den Campus, alles ist ein bisschen freaky und shabby, mit kaputten Straßen rundherum. Dennoch ist die Qualität der ForscherInnen vor Ort immens hoch. Und im Silicon Valley trafen wir uns in modernsten Gebäudekomplexen wie auch in Garagen mit jungen, innovativen Köpfen aus aller Welt, um uns auszutauschen. Schön so direkt zu erfahren, dass es so viele unterschiedliche Wege, Umfelder und Spielarten für Innovation gibt.

Bild der Golden Gate Bridge
Company Visits im Silicon Valley bei San Francisco gehören zu den Highlights der International Residencies.

3. Optimistische Leader

Mit dem Gastdozenten Christophe de Margerie, damals CEO von des Mineralölkonzerns Total S.A. mit rund 100.000 MitarbeiterInnen, diskutierten die MBA-Studierenden über den Einfluss erneuerbarer Energien auf bestehende Geschäftsmodelle. Sie wollten wissen, wie er damit umgehe, dass er in den nächsten Jahren wohl sein Kerngeschäft verlieren würde. Er meinte, es gäbe keinen prinzipiellen Mangel an natürlichen Ressourcen, dies sei aber das Kerngeschäfts von Total. Es müssten einfach nur die Geschäftsmodelle angepasst werden – in Richtung Sonne und Wind. Sehr spannend wie unterschiedlich radikal Veränderungen in der Umwelt interpretiert werden können.

 

4. Beeindruckende Bauwerke

Sehr spannend war unsere Exkursion zum Wasserkraftwerk Itaipu an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay am Fluss Parana: Diese unglaubliche Schönheit der Natur am Rande des Dschungels, die Wasserfälle ringsum. Itaipu ist das leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Welt und hat im Jahr 2016 103,1 Millionen MWh produziert. Diese Menge würde reichen, um die Stadt Wien über 3 Monate lang mit Strom zu versorgen.

Gruppenbild beim Wasserkraftwerk
Eine der spannendsten Exkursionen führte die Studierenden an den Fluss Parana, zum Wasserkraftwerk Itaipu.

5. Entspannte Einblicke mit Ivan Sandrea

Mit Ivan Sandrea, der als CEO des Start-Ups Sierra Oil & Gas eine Milliarde US-Dollar (!) Venture Capital erhalten hat, am Strand von Ipanema zu sitzen, während er an der Kokosnuss nippend den Studierenden von seiner Perspektive auf die Zukunft des globalen Energiemarktes erzählte, das war in der Tat ein besonderer Moment.

 

6. Ambitionierte Visionen

Einmal hatten wir eine Auslandsreise nach Masdar in Abu Dhabi. Masdar sollte die größte CO2-neutrale Ökostadt werden. Die Wasserversorgung war etwa mit solarbetriebenen Entsalzungsanlagen geplant. 47.500 Einwohner und 1500 Firmen hatten dort ihren Sitz, unter anderem die Internationale Organisation für Erneuerbare Energie. Am Ende hat sich der Bau wegen finanzieller Probleme bis auf Weiteres verzögert, aber allein die unglaubliche Größe des Projekts und die Vision mitten in einem von Erdölförderungen geprägten Gebiet haben uns gleichermaßen beeindruckt und überrascht.

 

7. Nationale Green Energy

Wir haben auch ein Windkraftwerk im 40 km von Wien entfernten Bruck an der Leitha in Niederösterreich besucht. Es war ein im wahrsten Sinne des Wortes „erhebendes“ Erlebnis, die Wendeltreppe des Windrads bis in rund 100 Meter Höhe hochzusteigen. Oben angekommen hatten wir einen herrlichen Blick nach Wien.

 

8. Amerikanischer Sport-Genuss

Ein besonderes Highlight war, als uns Bill Arnold, der frühere Energieberater des US-Präsidenten George Bush Senior zu einem Footballspiel der Houston Rice Owls eingeladen hat. Im Rice-Stadion hatte John F. Kennedy 1962 seine berühmte Rede gehalten, in der er von seiner Vision sprach, bis Ende des Jahrzehnts einen Mann zum Mond zu schicken. Bill ist ein offener Typ, der Rugby-Spiele fotografiert und die Fotos auch gern herzeigt. Er hat für uns alles organisiert, inklusive kostenloser Tickets.

Bild des Rice Stadions in Houston
Auch Geschichte kommt nicht zu kurz: Bill Arnold lud zum Footballspiel ins Rice Stadion, wo John F. Kennedy seine Vision vom Mann am Mond sprach.

9. Im Epizentrum der Innovation

Mit 30 Studierenden sind wir einmal ins Silicon Valley gekommen, um das Startup Bidgley zu besuchen. Bidgley kann den Stromverbrauch eines Haushalts mithilfe von Algorithmen passgenau prognostizieren. Sieben MitarbeiterInnen haben dort wie in einer Konservendose an ihren Projekten gearbeitet – dazu die 30 Studierenden. Die räumliche Enge war aber kaum zu spüren, denn die Aufbruchsstimmung, die Begeisterung und die Innovationskultur waren überwältigend.

 

10. Spontane Company Visits

Einmal fiel kurzfristig ein Studienbesuch bei einem US-Unternehmen in Houston aus. Wir fragten unser Advisory Board, ob sie eine Idee für einen Ersatz-Company-Visit hätten. Tim Duncan, CEO von Talos Energy, lud uns zu seinem Firmensitz hoch oben in einem Wolkenkratzer ein und plauderte sehr persönlich über sein Leben als CEO und über seine Unternehmensstrategie. Tim nahm sich trotz seines übervollen Terminkalenders eine Stunde für uns Zeit, eine echte Bereicherung.

 

Der nächste Studiengang MBA Energy Management startet im Oktober 2019 und findet berufsbegleitend an der WU Executive Academy in Wien und an der Rice University und der University of California sowie im Silicon Valley in den USA statt. Weitere Infos finden Sie hier.

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