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20 Jahre Global Executive MBA

14. Oktober 2019

Die Evolution des MBA

Eine österreichisch-amerikanische Erfolgsgeschichte feiert ein rundes Jubiläum: Vor fast 20 Jahren setzte die WU gemeinsam mit der Carlson School of Management, University of Minnesota, neue Maßstäbe in der Weiterbildung von Führungskräften in Österreich. Als am 27.3.2000 der Global Executive MBA startete, war es eines der ersten Executive MBA-Programme Österreichs und der Abschluss „MBA“ auch über die Grenzen hinaus eine Seltenheit. Heute, fast 20 Jahre später, ist der Global Executive MBA dreifach akkreditiert (AACSB, AMBA und EQUIS) und zählt zu den 50 besten EMBA Programmen der Welt. In den letzten 20 Jahren ist so gut wie kein Stein auf dem anderen geblieben. Wie alles begann und was das Double-Degree-Programm heute zu bieten hat, erfahren Sie im Folgenden.

Bild mit MBA Studenten
Der Global Executive MBA der WU Executive Academy feiert 20. Geburtstag.

Viel ist passiert in den letzten zwei Jahrzehnten: Die Dotcom-Krise ist überwunden, die Wirtschaftskrise ausgelöst, das menschliche Genom wurde entschlüsselt, der Mars von einer Sonde betreten, Österreich qualifizierte sich für die Fußball-EM 2016 und ein afroamerikanischer Anwalt und ein streitbarer Hotelmagnat wurden beide Bundespräsidenten der USA.

Die Anfänge - wie alles begann

Als Professor für Internationales Management hatte Bodo Schlegelmilch an der Thunderbird School of Global Management an der Arizona State University gelehrt. 1997 war er an die WU Wien gekommen, um das Institut für Internationales Marketing Management aufzubauen. Verwundert stellte er fest, dass es an der WU Wien keine MBA-Programme gab und fragte den damaligen Rektor Heinrich Otruba. „Er antwortete mir: Dann bauen Sie doch einen MBA auf“, erzählt Schlegelmilch, der bis 2015 Dekan der WU Executive Academy war.

Also gründete er im Jahr 1999 das erste universitäre Executive MBA-Programm Österreichs – schließlich kannte er sich nach seinen Lehraufträgen an der University of Berkeley und der Arizona State mit MBA-Studiengängen aus. „Damals waren die InteressentInnen hierzulande verwundert, dass sie eine Teilnahmegebühr bezahlen sollten – die regulären Studiengänge waren ja kostenlos“, sagt Schlegelmilch.

Doch die dreizehn MBA-Studierenden des ersten Jahrgangs bekamen für damalige Verhältnisse schon einiges geboten: internationale Aufenthalte in Russland, den USA und Polen. Dank der Partnerschaft mit der Carlson School of Management in Minnesota erhielten die TeilnehmerInnen von Beginn an einen Double-Degree von Österreich und den USA.

Gefaxt statt geklickt

Mitarbeiterin der ersten Stunde war Regine Eitelbös, die heute als Community Engagement Manager für Studierende und Alumni an der WU Executive Academy zuständig ist. Sie erinnert sich noch daran, wie sie die BewerberInnenlisten an die Partneruniversität in Minnesota schicken sollte. „Wir mussten die Listen faxen und schon zwei Stunden davor jemanden telefonisch erreichen, der dann vor dem Faxgerät wartete, bis die Liste endlich durchging – und das bei zwei so unterschiedlichen Zeitzonen“, erzählt sie. Heute reicht ein Mausklick und die Bewerbung landet Sekunden später im System der US-Partneruniversität.

Portrait Barbara Stöttinger

Prof. Barbara Stöttinger

  • Dekanin der WU Executive Academy

Bei einer Sache haben wir von Anfang an keine Kompromisse gemacht: bei der Qualität. Das gilt für die Vortragenden, die TeilnehmerInnen und die Inhalte gleichermaßen.

Vom Hotel-Seminarraum in eine der modernsten Lernumgebungen Europas

Auch die Ausstattung unterschied sich deutlich von den heute modernen Vortragssälen mit interaktiven Smart-Boards und 360°-Kameras an der WU Executive Academy. Man residierte in Seminarräumen des Hotels Mercure und später im Hilton, die Buchenholztische in U-Formen angeordnet, Kabelsalat auf dem Boden, der Overheadprojektor projizierte beschriftete Folien an die Wand. Im Laufe der Jahre wechselte der Global Executive MBA ins mondäne Palais Liechtenstein und in das Museum of Modern Art (MOYA). Ab Herbst 2013 studierten die MBA-TeilnehmerInnen erstmal in einem eigens für sie erschaffenen Gebäude: dem von dem spanischen Star-Architekten NO.MAD designten schwarzen Kubus am neuen Campus WU. Hier trifft High-Tech auf futuristische Architektur: Ein Restaurant-Café im Erdgeschoß, eine Sky-Lounge, lichtdurchflutete kathedralenartige Vortragssäle mit interaktiven Whiteboards und bestens ausgestattete Selbstlernräume erwarten seit damals die Studierenden.

Bild vom MBA Unterricht damals und heute
Auch die Seminarräume haben sich in 20 Jahren sehr verändert: links noch in Hotels, rechts im WU Executive Academy Gebäude am Campus WU.

Virtuell, global und divers

Internationale Studienreisen waren von Anfang an fixer Bestandteil des MBA, lediglich die Destinationen wechselten. Die TeilnehmerInnen des ersten Jahrgangs besuchten Bucharest, St. Petersburg und Warschau. Mittlerweile findet der Global Executive MBA samt International Residencies auf vier Kontinenten statt: die regulären Module in Wien, die Gastaufenthalte in China und Indien, in Südamerika und den USA.

Bild einer Studienreise während des MBA
Internationale Studienreisen waren schon von Anfang an Teil des Global Executive MBA. Die Destinationen änderten sich jedoch.

Im Jahr 2006 hielt die Digitalisierung endgültig in den damaligen Räumlichkeiten des MOYA in der Wiener Innenstadt Einzug: Die TeilnehmerInnen erhielten Zugang zu einer der – damals – größten e-Learning-Plattformen Europas: Learn@WU mit über 100.000 digitalen Inhalten. Mit interaktiven Clickern konnten die Studierenden während des Unterrichts die Fragen des Vortragenden in Millionenshow-Manier beantworten. 2011 richtete die WU einen eigenen Telepresence-Room ein, den die Studierenden nutzen konnten, um für unterschiedliche Projekte mit TeilnehmerInnen aus China und den USA per Videoübertragungen zu konferieren. 2012 folgte eine Kooperation mit Samsung, die die Studierenden mit Tablets für den Unterricht ausstattete.

Bild des Telepresence Rooms für MBA Studierende
Mit dem Zugang zur Learning-Plattform Learn@WU und der Einrichtung eines Telepresence-Room für die Studierenden, hielt die Digitalisierung Einzug in den Global Executive MBA.

Auch virtuelles Lernen ist heute aus dem Global Executive MBA nicht mehr wegzudenken, wenn auch Präsenzlernen nach wie vor wesentlich bleibt. Krönenden Abschluss bildet das sogenannte Global Team Project, bei dem TeilnehmerInnen von drei der führenden Universitäten in Europa, Asien und den USA gemeinsam in 21 Teams an komplexen Business Challenges arbeiten. Die Besonderheit der Global Teams besteht darin, dass Studierende aus unterschiedlichen Zeitzonen verstreut auf drei Kontinente gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Erst am Ende lernen sich die einzelnen Teammitglieder persönlich kennen und präsentieren ihre Ergebnisse vor einer Jury an der Carlson School of Management. Durch die einzigartige Kooperation mit der Carlson School of Management erhalten die TeilnehmerInnen zwei MBA-Abschlüsse, einen amerikanischen und europäischen. Zudem bekommen sie Zugang zum einem der größten Mangernetzwerke in Europa mit über 4.500 AbsolventInnen und werden gleichzeitig Mitglied in einer der bedeutendsten amerikanischen Alumni-Organisationen.

„Gerade beim MBA hängt der nachhaltige Erfolg vom richtigen Mix ab – das Gesamt-Package muss stimmen“, ist Barbara Stöttinger überzeugt, „…und da haben wir mit dem Global Executive MBA wirklich etwas zu bieten!“

Alles für die Karriere: Vernetzt und verbunden

2008 legte die WU Executive Academy dann den Grundstein für ein umfassendes Portfolio an Alumni Services und Karriere-Events: Der WU Executive Club war geboren. Heute gibt es ein individualisiertes Career Accelerator-Programm, das die Studierenden ab dem ersten Tag und über ihren Abschluss hinaus in Karrierefragen begleitet: mit Coachings, Lifelong-Learning-Formaten und Netzwerk-Events. Auch das 2017 lancierte Social Network WU EA Connect verbindet MBA-KollegInnen miteinander über alle Zeitzonen und Ozeane hinweg – auch nach dem Studium.

Geändert hat sich beim Global Executive MBA der WU Executive Academy im Laufe der Jahre vieles. Und das wird auch in Zukunft so bleiben. Nur eines wird sich laut Regine Eitelbös niemals ändern: „Die hitzigen Diskussionen unter den Teilnehmern, was das Essen anbelangt“, lacht sie.

Für mehr Informationen zum Global Executive MBA, der seit 20 Jahren Top-Executives aus- und weiterbildet, klicken Sie bitte hier.

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