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Career Story: Ivan Jandrić, Vorstandsmitglied, Addiko Bank Hrvatska

16. April 2019

Professional MBA Finance Alumnus

„Lebenslanges Lernen ist der Pfad der eigenen Weiterentwicklung. Der Weg, den man geht, um mit seinem Leben und den Dingen, die man macht und erschafft, zufrieden zu sein. Ich weiß, das klingt nach Plattitüde, es gibt aber keine andere Wahrheit als diese. Lernen hört niemals auf“, erklärt Ivan Jandrić, der dem Vorstand von Addiko Bank Hrvatska angehört. Er vermittelt den Eindruck eines überaus bescheidenen Mannes, der an das, was er tut, mit einer großartigen menschlichen Einstellung herangeht. Jandrić bezeichnet sich als Finanzmenschen, mag Kreditanalysen und den Unternehmensbereich, und das, obwohl er, wie er sagt, als jüngstes Kind im „Schlepptau“ seiner beiden Schwestern aufwuchs und schließlich irgendwie an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in Zagreb landete. Heute ist er auf seinem Gebiet Experte.

Bild von Ivan Jandrić
Ivan Jandrić bezeichnet sich selbst als Finanzmensch - heute ist er auf seinem Gebiet Experte.

Im Laufe seines bisherigen Berufslebens hat der 46-Jährige in verschiedenen Funktionen und Tätigkeitsbereichen gearbeitet. Seine Laufbahn begann er noch während der Ausbildung bei einer kleinen Bank, in der er nach eigener Aussage fast alle Stationen durchlaufen hat. Schließlich verließ er den Bankensektor und arbeitete eineinhalb Jahre für jenes italienisch-kroatische Konsortium, das für die Errichtung der Autobahn zwischen Zagreb und Goričan verantwortlich war. Im Anschluss trat er eine Stelle bei der Raiffeisen Bank an und kehrte damit ins Bankgewerbe zurück. In Sachen Karriereentwicklung sei es ihm, so Jandrić, stets darum gegangen, sich weiterzubilden und im Zuge dessen auch im Ausland seinen Wissens- und Erfahrungsschatz zu vergrößern – deshalb auch der Entschluss zum MBA-Studium.

Wie er davon profitiert hat? Er hält, als er diese Frage hört, einen Augenblick inne, um dann ohne Umschweife zu erklären, dass er durch das Studium an der WU Executive Academy in Wien Fähigkeiten und Kenntnisse erworben habe, die er sich so nicht aneignen hätte können, wäre seine Wahl damals auf das MBA-Programm mit finanz- und bankwirtschaftlichem Schwerpunkt in Kroatien gefallen. Im Rahmen der Weiterbildung studierte er unter anderem gemeinsam mit KollegInnen aus der Region. Jandrić, der als einziger seiner Klasse aus Kroatien kam, war mit Eifer bei der Sache und konnte seinen Wissens- und Erfahrungsschatz erweitern – nicht nur dank der erstklassigen Vortragenden, sondern auch dank seiner KollegInnen, die im Zuge des Studiums von Herausforderungen und Erfolgen in ihren eigenen Märkten berichteten.

Portrait Ivan Jandrić

Ivan Jandrić

  • Professional MBA Finance Alumnus

Es ist zwar kein Ruhmesblatt für mich, aber als Kind habe ich gern protestiert. Erst später erwachte in mir jene Lernbegeisterung, die ich bis heute verspüre und die ausschlaggebend dafür war, dass ich mich zum MBA-Studium in Wien entschloss. Ein Kollege studierte damals an einer renommierten Business School in Manchester und schwärmte nach einem unserer Treffen von dieser Weiterbildung, sagte mir aber auch, dass die Entfernung viel zu groß und vieles von dem, was er sich im Rahmen seines Studiums aneignen würde, für ihn beruflich nicht nutzbar sei. Das war 2008. Seit dieser Zeit hat sich viel getan. Meine Wahl fiel damals auf die WU Executive Academy in Wien, an der ich nicht nur unweit von daheim studieren, sondern auch jede Menge praktisch anwendbares Wissen erwerben konnte.

Jandrić ergänzt, dass die Weiterbildung nicht zuletzt durch das 18-monatige berufsbegleitende Format erleichtert werde: „Man braucht nicht immer vor Ort zu sein. Als meine Frau unser erstes Kind zur Welt brachte, nahm ich mir eine Auszeit, weil ich mir dachte, dass es mir nicht möglich sein würde, das Maximum aus dem MBA-Studium herauszuholen, was mir persönlich aber sehr wichtig war. Nach meiner Rückkehr absolvierte ich dann in lediglich 13 einwöchigen Modulen den gesamten MBA, bei dem es ja um weit mehr als bloßen Wissenserwerb geht. Die persönlichen Kontakte, die man während des Studiums knüpft sind besonders wertvoll, und das macht die Erfahrung so speziell.”

Als er seine Entscheidung traf, lag die Gründung der WU Executive Academy erst einige Jahre zurück, wie Ivan Jandrić erzählt. Seit damals hat sie sich zu einer der weltweit führenden Business Schools entwickelt und verfügt über eine große Alumni-Community. Auch in Kroatien finden regelmäßig Alumni-Treffen statt.

Bild der Alumni Reunion in Zagreb
Die Alumni-Community findet, unter Ivan Jandrić als Festredner, auch in Kroation zusammen.

Beim diesjährigen Treffen im März war Ivan Jandrić Festredner und versuchte seinen KollegInnen Einblick zu geben, was er dank des erworbenen Wissens, zusätzlicher Weiterbildung und des Umstands, dass er in einem Bereich arbeitet, den er wirklich mag, alles erreicht hat.

„Zu der Zeit, als ich den Professional MBA Finance absolvierte, war die Alumni-Community noch nicht so groß. Heute zählt der WU Executive Club mehr als 4.000 Mitglieder aus der ganzen Welt. Dieses Netzwerk ist der Grund, dass - meiner Meinung nach - einer solchen Investition in sich selbst allergrößte Bedeutung zukommt. Wer eine Weiterbildung abschließt, hat etwas gelernt, aber der Sektor steht nicht still, sondern entwickelt sich. Bei derartigen Treffen kann man sich auf den Letztstand bringen, was Informationen, Erfahrungen und potentielle Lösungen angeht“, so Jandrić weiter.

Auf die Frage, ob und wie ihm sein Abschluss geholfen habe, antwortet er - sehr; deutlich wird das nicht zuletzt durch sein gestärktes Selbstvertrauen und die zahlreichen Einblicke, wenn es darum geht, anspruchsvolle Situationen einfacher zu meistern.

Bild von Ivan bei der Reunion
Ivan Jandrić hat der Abschluss nicht nur durch gestärtkes Selbsvertrauen geholfen.

Er war bei einer Bank beschäftigt, die ihre MitarbeiterInnen wertschätzte und in sie investierte, und stieg im Einklang mit dieser Politik in der Unternehmenshierarchie auf. Nach 15 Jahren verließ er nicht nur die Bank, sondern, wie er sagt, auch seine Komfortzone und fand eine Tätigkeit, die ihn voll und ganz ausfüllt.

„Ich kam zu der Zeit zu Addiko, als die neuen Eigentümer, Advent Int und EBRD, beschlossen, die Bank zu kaufen und sie in puncto Strategie und Art und Weise der Geschäftstätigkeit neu aufzustellen. Dazu gehörte auch eine Neuausrichtung der Marke, der Vision und der Mission – das angestrebte Ziel war ein Relaunch in vereinfachter Form. Ich hatte das große Glück, mit Menschen zu arbeiten, von denen ich lernen konnte. Von jemandem geführt zu werden und dieser Person nicht bloß blind zu folgen, sondern von ihr zu lernen, ist für die eigene Entwicklung im Unternehmen stets von zentraler Bedeutung. Ich wurde vor Beginn des umfassenden Rebrandingprozesses Vorstandsmitglied der Bank und fand mich somit in ihrer grundlegenden Ausrichtung wieder: einfacher, klarer, direkter – unkompliziertes Banking. Ich kam für mich zum Schluss, dass ich am richtigen Ort und mit den richtigen Menschen arbeitete.“  Jandrić weiter: „Es ist wichtig, dass man weiß, wie man seinen Job macht, man muss aber auch wissen, wie man mit Menschen arbeitet. Von jenen, die hierarchisch über einem stehen, soll man lernen und sich inspirieren lassen. Wenn man spürt, dass das nicht länger funktioniert, und man sich nicht glücklich fühlt, ist es an der Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen. Nur so kann man sich entwickeln und lernen. Geht es um Weiterbildung, sollte man sich immer für eine Einrichtung entscheiden, an der man neben der Vermittlung von Wissen weitere Vorteile, die auf lange Sicht manchmal sogar noch wichtiger sind, geboten bekommt.“

Aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz leitet er auch seine persönlichen 5 Karrieretipps ab:

  • Niemals aufhören, zu lernen und sich weiterzubilden

  • Darauf achten, dass Unternehmenskultur und persönliche Werte miteinander in Einklang stehen

  • Ein optimales Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben finden

  • Jede und jeden in der Unternehmenshierarchie mit Respekt behandeln

  • Worten Taten folgen lassen

Wordrap

Darüber kann ich lachen:

Einen guten, einfachen Witz - und an Sitcoms wie Seinfeld und/oder Monty Python kann ich mich nicht sattsehen.

Fehler, die ich am ehesten verzeihe:

Zu oft gehe ich zu sehr ins Detail und brauche dann Zeit zum Reflektieren, bevor ich zu einer Entscheidung gelange. Das betrifft aber nicht das Tagesgeschäft, sondern eher außergewöhnliche Situationen.

Mein lustigstes/spannendstes Reiseerlebnis war:

Ein dreiwöchiger Roadtrip mit FreundInnen zu verschiedenen Nationalparks in den USA, der uns von Austin in Texas zum Grand Canyon und wieder zurück führte.

Ohne diese App auf meinem Handy könnte ich nicht leben:

Da gibt es einige - die "üblichen Verdächtigen", wie WhatsApp und Viber, oder auch die Mobile-Banking-App von Addiko, über die ich alle Transaktionen von daheim - also ohne in eine Filiale zu gehen (und mich dort anzustellen) - erledigen kann. Das spart jede Menge Zeit. Dann sind da noch Apps, die das Leben zu Hause angenehmer machen (vor allem solche zum Steuern von Radios und Musik). Und schließlich die Garmin-Connect-App, die ich in Verbindung mit meiner Garmin Watch nutze, um meine Aktivitäten (Laufen und Schwimmen) aufzuzeichnen.

In meinem Kühlschrank findet man immer:

Kaltes Wasser, Milch, Cockta (das lokale Coca-Cola, wenn man so will, das es seit mehr als 50 Jahren gibt).

Mein letztes Geld würde ich ausgeben für:

Meine Familie und meine FreundInnen.

Vor 10 Jahren dachte ich:

Ich sei nicht so gut im Führen von Menschen.

Heute weiß ich:

Mein Führungsstil ist nicht der schlechteste.

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