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Career Story: Mareike Marianne Pierzina, Boehringer Ingelheim

13. September 2017

Professional MBA Health Care Management Studentin

Hatten Sie ursprünglich einen anderen Berufswunsch? Wenn ja, warum ist daraus nichts geworden?

Mir war es immer wichtig in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. Zunächst habe ich daher einige Praktika im Hotelgewerbe absolviert, wo ich bereits während des Abiturs (der Matura) Erfahrungen bei weltweit tätigen Hotelketten sammeln konnte. Dort durfte ich viele Stationen kennenlernen: Housekeeping, Gastronomie, Reservierung und Eventmanagement.

Dabei war es mir immer wichtig mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten. Die Tätigkeit als Hotelfachfrau habe ich jedoch recht schnell für mich ausgeschlossen. Jedoch stellte ich fest, dass ich in der Organisation, bspw. von Veranstaltungen, Stärken hatte, in stressigen Situationen Ruhe bewahren und Aufgaben strukturiert bearbeiten konnte. Insbesondere die kaufmännischen Tätigkeiten gingen mir leicht von der Hand.

Daher entschloss ich mich zu recherchieren, welche Unternehmen in meiner Region die Möglichkeit bieten, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten und gleichzeitig ein vielfältiges Aufgabenspektrum ermöglichen. Dabei bin ich auf Boehringer Ingelheim (BI) gestoßen und habe mich das erste Mal intensiv mit der Tätigkeit eines Pharmakonzerns auseinandergesetzt. Da ich schnell verstanden habe, dass ich in einem international agierenden Unternehmen dieser Größe eine vielfältige Auswahl an Tätigkeitsfeldern geboten bekommen würde, beschloss ich mich unmittelbar für einen Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich zu bewerben. Da Boehringer Ingelheim sehr zügig zum Auswahlverfahren und Vorstellungsgespräch eingeladen hat - und die Rückmeldung für mich positiv ausfiel - habe ich tatsächlich kein anderes Gespräch geführt und sofort zugesagt.

Wie und warum hat es Sie zu Boehringer Ingelheim verschlagen?

Ich bin nun seit mehr als acht Jahren bei Boehringer Ingelheim tätig und noch immer in dem Umfeld, in dem meine berufliche Laufbahn begonnen hat. Die Frage liegt wohl näher, weshalb ich noch nicht das Unternehmen gewechselt habe?

Ich fühle mich bei meinem Arbeitgeber sehr wohl. Hierbei spielt es sicher eine Rolle, dass ich mich mit den Werten und Umgangsformen des Konzerns identifizieren kann und ich eine stetige Weiterentwicklung erfahren durfte. Bereits den Bachelor in Betriebswirtschaftslehre konnte ich parallel zu meiner beruflichen Tätigkeiten absolvieren, ebenso wie derzeit den MBA in Wien - trotzt der räumlichen Distanz zu meiner Arbeitsstelle in Ingelheim (Deutschland). Darüber hinaus habe ich verschiedene Abteilungen durchlaufen und mich von der Ausbildung bis zur heutigen Position Manager Pricing & Reimbursement entwickelt.

Natürlich gehört ein gewisses Maß an Disziplin und Ehrgeiz ebenso dazu, wie etwas Glück. Bisher habe ich immer einen Weg gefunden etwas Neues innerhalb des Unternehmensverbandes auszuprobieren. Diese Vielfältigkeit hält mich „bei Laune“.

Was hat sich seit dem Beginn Ihres MBA-Studiums beruflich verändert?

Ich bin zwar noch mitten im Studium aber ich profitiere schon jetzt von dem Austausch mit der Faculty und den daraus resultierenden Kontakten. Die Vortragenden sind nicht ausschließlich aus Österreich. Auch deutsche KollegInnen halten unsere Kurse, wovon ich natürlich besonders profitiere. Der Abschluss des MBA in Healthcare Management ist Teil meiner Entwicklungsmöglichkeiten und wird mir durchaus zukünftig neue berufliche Wege ermöglichen.

Welches war Ihr größter beruflicher/persönlicher Erfolg?

In meiner Position als Manager Pricing & Reimbursement bin ich Teil eines Verhandlungsteams, das im Namen von Boehringer Ingelheim Deutschland die Erstattungsbeträge mit dem GKV-SV für verschreibungspflichtige Medikamente verhandelt. Ich denke das Ergebnis meiner ersten Erstattungsbetragsverhandlung (eine Preiserhöhung von nahezu 2%), kann ich durchaus zu dem bislang größten beruflichen Erfolg zählen.

Welches sind Ihre Ziele im kommenden Jahr?

Das nächste bevorstehende Ziel ist wohl der erfolgreiche Abschluss des Professional MBA Healthcare Management. Außerdem möchte ich noch mindestens eine weitere Fremdsprache erlenen, z.B. Spanisch. Zudem könnte mir durchaus vorstellen, mich auf einen Job im Ausland zu bewerben. In meiner Freizeit würde ich gerne einmal die Alpen mit dem Rad überqueren.

Was bedeutet für Sie „wahrer Luxus“?

Luxus ist für mich, im Skiurlaub mit FreundInnen, bei strahlendem Sonnenschein eine leckere Brotzeit und ein Gösser Radler auf der Hütte zu genießen.

Wie würden Sie Ihre Führungsphilosophie beschreiben? Hatten Sie ein großes „Vorbild“?

Das ist eine schwere Frage, da ich bisher nur Projektleitungen übernommen habe und noch keine Führungsposition im klassischen Sinne ausübte. Als Projektleiterin war es mir wichtig, dass einerseits die Leistung jedes Teammitglieds stimmt, andererseits der Spaß bei und an der Arbeit nicht zu kurz kommt.

Aus meiner persönlichen Sicht als Mitarbeiterin, ist es mir immer besonders wichtig, dass der Umgang mit der Führungskraft und dem Teamkollegen  stets im Zeichen der Gerechtigkeit steht. Fairness und Transparenz kann man in jeden Führungsstil integrieren. Ich bin zusätzlich davon überzeugt, dass jeder Mensch alles erlernen kann, wenn man ihn entsprechend fördert und fordert.

Mein Vater ist ebenfalls in einer Führungsposition und verantwortet große Bauprojekte. Von ihm habe ich gelernt, dass man sich für jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin Zeit nehmen muss, insbesondere in der Ausbildung und ihnen auch stets erklären sollte, was das übergeordnete Ziel ist und wie er oder sie hierzu seinen/ihren Beitrag leistet.

Mein Vater ist ein strenger Chef und fordert Leistung ein, kann aber auch Fehler verzeihen und hat ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Vermutlich würde ich mich an seinem Führungsstil orientieren, wenn ich selbst in eine Führungsposition komme. Ich würde vor allem auf transparente Kommunikation setzen und dafür sorgen, dass jeder versteht, was er zu dem gemeinsamen Unternehmensziel beiträgt. Da ich jedoch mehr Zeit auf der Arbeit als Zuhause verbringe, ist es mir besonders wichtig, Spaß bei und an der Arbeit zu haben und würde daher auch die Möglichkeit einzuräumen hin und wieder ein bisschen zu flaxen, solange die Leistung darunter nicht leidet.

Wie schöpfen Sie abseits Ihres anspruchsvollen Berufes Kraft?

Beim Sport! Ich gehe sehr gerne Laufen und Radfahren. Dabei kann ich richtig abschalten und mich körperlich auspowern. Es gelingt mir sehr gut, in Mitten der Natur einfach meine Blicke schweifen zu lassen und mich in Gedankenlosigkeit zu üben. Danach bin ich immer besonders motiviert etwas Neues anzugehen und fühle mich gestärkt.

Warum würden Sie den Professional MBA Health Care Management der WU Executive Academy empfehlen? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Am meisten profitiere ich durch den Austausch mit Kommilitonen. Wir alle sind im Gesundheitswesen beschäftigt, haben jedoch unsere eigenen Erfahrungen gesammelt und einen sehr unterschiedliche Sicht auf die Dinge. Am Ende haben wir aber alle mit PatientInnen zu tun, sei es in der Rolle des Versicherers, des Pharmakonzerns, als ÄrztIn oder ApothekerIn. Von diesem Austausch profitiere ich enorm und kann meinen beruflichen und privaten Horizont ungemein erweitern.

Da ich in Deutschland lebe, reise ich jeweils zu den Kurswochen des MBA nach Wien. Ich genieße den regelmäßigen Aufenthalt in dieser schönen Stadt, die kulturell sehr viel zu bieten hat. So kombiniere ich die Weiterbildung mit einer kleinen Auszeit des Alltags. Dies ermöglicht es mir, mich einerseits voll auf die Kurswoche einzulassen und auch viel Zeit mit den Kommilitonen zu verbringen und andererseits bleibt mir nach Kursende ausreichend Zeit, die Stadt zu erkunden. Mein Arbeitgeber unterstützt die Weiterbildung und ermöglicht mir während der Kurswoche eine besonders flexible Arbeitszeitgestaltung, sodass ich bisher auch immer vor Ort sein konnte zu den Kursterminen.

Und dann ist da noch Else Nordberg, die Programm-Managerin, die sich ganz großartig um alle Belange unseres Kurses kümmert. Sie können sich sicher vorstellen, dass viele unterschiedliche Persönlichkeiten in einem solchen Kurs zusammen kommen, die unterschiedliche Ansprüche an das Kursumfeld haben. Else sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft und das unsere Wünsche, die den Kurs, die Organisation oder sogar die Verpflegung betreffen, Berücksichtigung finden. Das ist ein besonderer Service, wie ich finde.

Wordrap

Mein Lebensmotto:
Der Start in den Tag beginnt grundsätzlich mit einer Portion guter Laune.
Darüber kann ich lachen:
meine Kochkünste (die leider ganz miserabel sind und ich es dennoch immer mal wieder versuche) :)
Fehler, die ich am ehesten verzeihe:
Tippfehler.
Mein letztes Geld würde ich ausgeben für:
ein Around-the-world-Ticket.
In 20 Jahren werde ich:
Eigentümerin einer Skihütte in Österreich sein.

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