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Career Story: Richard Fritz, Boehringer Ingelheim

16. September 2017

Professional MBA Entrepreneurship & Innovation Alumnus

Welches waren die prägendsten Stationen in Ihrem bisherigen Leben? Warum?

Am meisten über mich selbst gelernt habe ich sicherlich durch die Verantwortung und Herausforderungen die mit der Gründung einer Familie gekommen sind und sich stetig verändern.

 

Hatten Sie ursprünglich einen anderen Berufswunsch? Wenn ja, warum ist daraus nichts geworden?

Ich durfte im Zuge meines PhD-Studiums an einem Institut der Medizinischen Universität Wien viel lernen und ausprobieren und hatte zu dieser Zeit auch tatsächlich eine akademische Karriere an Forschungsinstituten angestrebt.

 

Letztendlich habe ich aber in die pharmazeutische Industrie gewechselt weil es mein Wunsch war Wissenschaft noch direkter in therapeutischen Nutzen zu überführen. In der industriellen Forschung konnte ich dann außerdem auch schneller Erfahrung in der Führung und Entwicklung von Teams sammeln sowie dem Management von Projekten, Budgets und Ressourcen als es mir im akademischen Bereich möglich gewesen wäre. Trotzdem vermisse ich die schöne Zeit an der Universität manchmal.

 

Wie und warum hat es Sie zu Boehringer Ingelheim verschlagen?

Boehringer Ingelheim – oder BI wie wir sagen – ist ein globales pharmazeutisches Unternehmen das zu den 20 führenden Unternehmen in der Industrie gehört und therapeutische Produkte erforscht, entwickelt, herstellt und auf den Markt bringt.

 

Ich war vor BI knapp 5 Jahre bei einem anderen pharmazeutischen Unternehmen in der Forschung und Entwicklung beschäftigt und habe in etwa zur selben Zeit das Unternehmen gewechselt zu der ich auch mit dem MBA Programm begonnen habe. In den letzten 4 Jahren bei BI durfte ich zunächst die Einführung mehrerer neuer Produkte im österreichischen Markt begleiten und in meiner aktuellen Funktion habe ich die Verantwortung für die medizinischen und wissenschaftlichen Aspekte unserer Produkte in der Onkologie in einer sehr spannenden Region die über 30 Länder beinhaltet.

 

Was ich an meiner Funktion besonders schätze ist die große Nähe zu unseren KundInnen, die Zusammenarbeit mit KollegInnen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen und Ländern und insbesondere die Bedeutung unserer innovativen Produkte für PatientInnen die gegen eine Krebserkrankung kämpfen müssen.

 

Was hat sich nach Ihrem MBA-Studium beruflich verändert?

Ich habe meinen aktuellen Aufgabenbereich tatsächlich nach dem Abschluss des MBA-Studiums übernommen. Hilfreich ist dabei natürlich stets die neu entwickelte breitere Sichtweise auf eine ganze Industrie und auch darüber hinaus auf andere Industrien. Zusätzlich konnte ich mir viel ökonomisches Wissen berufsbegleitend aneignen und im besten Fall auch gleich in Kontext mit der Arbeit bringen.

 

Auf jeden Fall wird das erworbene Wissen sowie das ständig wachsende Netzwerk auch auf den weiteren Stationen meiner beruflichen Reise eine wichtige Rolle spielen.

 

Welches war Ihr größter beruflicher/persönlicher Erfolg?

Ich erinnere mich gerne an Erfolge und besondere Momente wie zum Beispiel die erfolgreiche Beteiligung meines Teams an der Lizenzierung eines wichtigen Impfstoffes. Oder erfolgreiche Markteinführungen. Oder die Momente wenn KundInnen sich von selbst melden, weil sie von dem Ansprechen von PatientInnen auf ein Krebsmedikament selbst überrascht und dankbar sind.

 

Den größten Erfolg stellt es für mich aber dar wenn die Beziehungen welche wichtig sind gut funktionieren. Eine vorübergehend steile Karriere gelingt vielleicht auch alleine. Aber wirklicher und nachhaltiger beruflicher Erfolg zeichnet sich für mich durch eine sinnvolle Tätigkeit aus die für viele von Nutzen ist. Sowie das gleichzeitige Unterstützen der Berufsziele beider PartnerInnen in einer Beziehung. Ich freue mich daher mindestens genau so sehr über den beruflichen Erfolg meiner Frau die sich im letzten Jahr sehr erfolgreich selbstständig gemacht hat.

 

Welches sind Ihre Ziele im kommenden Jahr?

Anfang nächsten Jahres kommt unser drittes Kind zur Welt. Der Fokus im privaten Bereich ist somit erstmal klar und ein Umzug steht auch bald an.

 

Beruflich möchte ich nächstes Jahr noch viel in meinem aktuellen Unternehmen umsetzen um unsere Ziele in der Region zu erreichen und mehr PatientInnen Zugang zu unseren Produkten zu ermöglichen.

 

Was bedeutet für Sie „wahrer Luxus“?

Wahrer Luxus ist für mich wenn ein Tag mit einem Familienfrühstück beginnt anstatt mit einem Rennen gegen die Uhr.

 

Ich bin mir aber bewusst großes Glück zu haben und generell ein Luxus-Leben zu führen voller Möglichkeiten und in einer sicheren Umgebung für meine Familie.

 

Das letzte Buch/der letzte Film, wofür Sie sich begeistern konnten?

The „Biology of Cancer“ von Bob Weinberg ist ein fantastisches Fachbuch das sich fast wie ein Roman liest.

 

Ein Film der mich rezent sehr berührt hat ist „The Butler“ mit Forest Whitaker.

 

Wie würden Sie Ihre Führungsphilosophie beschreiben? Hatten Sie ein großes „Vorbild“?

Ich hatte das Glück mit viel Spaß mit prägenden Vorbildern arbeiten zu dürfen. Tatsächlich habe ich über Führung aber noch mehr in persönlich schwierigen Zeiten von negativen Beispielen gelernt. Ich bin heute der Überzeugung dass man als Führungskraft im Dienste seiner MitarbeiterInnen steht. In meiner eigenen Erfahrung lassen sich Teams durch Ehrlichkeit, Transparenz und Anerkennung und vor allem durch gemeinsame Ziele auch in schwierigen Zeiten - zum Beispiel in Phasen von Umstrukturierungen - nachhaltig motivieren.

 

Wie schöpfen Sie abseits Ihres anspruchsvollen Berufes Kraft?

Am meisten Kraft und Energie bekomme ich zum Glück von meiner Familie. An vielen Tagen bekomme ich auch von meinem Beruf, meinen KundInnen und Teams viel Energie zurück die ich an anderen Tagen reinvestieren kann. Außerdem liebe ich Sport wie Mountainbiken und Tauchen auch wenn für beides nur selten im Jahr Zeit bleibt.

 

Mit wem würden Sie gern einmal für einen Tag tauschen?

Mit meiner Frau. Um fair und objektiv beurteilen zu können ob ich wirklich unordentlich bin :-)

 

Warum würden Sie den Professional MBA Entrepreneurship & Innovation der WU Executive Academy empfehlen? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Das hat viele gute Gründe. Die Organisation ist absolut vorbildlich. Ein großes Kompliment hier an das Team! Außerdem ist die große Mehrheit der Vortragenden und Lehrenden wirklich auf international sehr hohem Niveau. Der Mix der Studenten aus verschiedenen Industrien, Ländern und Karrierestufen ist ebenfalls sehr spannend. Am meisten profitieren konnte ich von den Modulen aus dem Business Core. Besonders gut gefallen haben mir hier die Leadership und die Finance Module. Ein Highlight war auch der Besuch des Babson College im Zuge eines Field Trips nach Boston.

 

Unterm Strich bestätigen auch die wiederholt guten internationalen Bewertungen – z.B. das rezente Ranking der Financial Times – diese Erfahrungen.

Wordrap

Mein Lebensmotto:
Du kannst deine Einstellung selbst wählen. Jeden Tag.
Darüber kann ich lachen:
Manchmal über Dinge die vor kurzem noch wie ein echtes Problem aussahen.
Fehler, die ich am ehesten verzeihe:
Die meisten Fehler im Berufsleben müssen gar nicht verziehen werden und dienen einem Lernprozess.
Mein letztes Geld würde ich ausgeben für:
Meine Familie
In 20 Jahren werde ich:
Stolz sein auf die nächste Generation.

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