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Career Story: Roman Samoylov, Porocel

04.06.2018

MBA Energy Management Alumnus

Welches waren die prägendsten Stationen in Ihrem bisherigen Leben? Warum?

Lange Zeit in insgesamt drei verschiedenen Kulturen zu leben – als Kind in Zentralasien, als Jugendlicher in Russland und als Erwachsener in Europa – und mich in einem multinationalen Umfeld in kleinen Gruppen mit KollegInnen aus über 10 Ländern weiterzubilden, hat mich am stärksten geprägt. Dadurch bin ich selbstbewusster, sensibler gegenüber anderen Kulturen, geduldiger, toleranter und kompromissbereiter geworden und habe außerdem verschiedenste Herangehensweisen an Aufgaben kennengelernt.

 

Hatten Sie ursprünglich einen anderen Berufswunsch? Wenn ja, warum ist daraus nichts geworden?

Im Gymnasium interessierten mich Alte Geschichte, Literatur und Englisch besonders, und ich wollte Diplomat werden. In der letzten Klasse schlug ich dann aber eine ganz andere Richtung ein, weil ich den Chemieunterricht so spannend fand, dass ich eine Leidenschaft für Chemie entwickelte und mich in weiterer Folge an der Russischen Staatlichen Universität für Erdöl und Gas „I.M. Gubkin“ für das Studium des Chemieingenieurswesens bewarb, das ich mit Auszeichnung abschloss. Das war der Beginn meiner Laufbahn in der Öl- und Gasindustrie.

 

Wie und warum hat es Sie zur Porocel Corporation verschlagen?

Nach einem Masterstudium am Institut français du pétrole arbeitete ich in verschiedenen Positionen im technischen Bereich bei Axens, dem weltweit führenden Anbieter von verfahrenstechnischen Lösungen für die nachgelagerte Öl- und Gasindustrie. Nachdem ich mir umfassendes technisches Know-how angeeignet hatte, wollte ich verstärkt kaufmännische Verantwortung übernehmen. Daraus wurde aber nichts. Vielleicht hatte ich für diese Art von Arbeit einfach noch nicht genug graue Haare. Also beschloss ich, den MBA zu machen, um meine Möglichkeiten zu erweitern und wettbewerbsfähiger zu sein. Mein jetziger Arbeitgeber, Porocel, ein führender Anbieter von Dienstleistungen und Katalysatoren für die öl- und gasverarbeitende Industrie, war auf der Suche nach einer ambitionierten Persönlichkeit mit entsprechendem fachlichen Hintergrund und einem ausgeprägten Sinn für kaufmännische Belange.

 

Was hat sich nach Ihrem MBA-Studium beruflich verändert? Wie war Ihnen die Ausbildung dabei behilflich, Ihre Karriereziele zu erreichen? Welche konkreten Entwicklungsmöglichkeiten ergaben sich daraus?

Wer einen MBA macht, bekommt zwar nicht automatisch seinen Traumjob, aber auf jeden Fall das Rüstzeug für eine erfolgreiche Zukunft. Dieser MBA ist in meinen Augen eine Investition fürs Leben. Durch ihn habe ich im Energiesektor zweifellos mehr berufliche Möglichkeiten und konnte in der Branche Freundschaften und Kontakte von bleibendem Wert knüpfen. Zudem eignete ich mir im Zuge der Weiterbildung Kompetenzen an, dank deren mir eine Laufbahn im Management offensteht. Aber auch unmittelbar habe ich vom MBA profitiert: Noch während des Studiums begann ich, für ein neues Unternehmen zu arbeiten, übersiedelte in ein anderes Land und konnte mein Gehalt steigern. Ich wechselte vom technischen in den kaufmännischen Bereich, wo ich in einer sehr verantwortungsvollen Funktion für ein großes Gebiet zuständig bin.

 

Welches war Ihr größter beruflicher/persönlicher Erfolg?

In jungen Jahren als Sales Manager für eine große Region Verantwortung zu tragen, sehe ich als meinen größten beruflichen Erfolg. Was die Frage nach dem persönlichen anlangt, so ist es der Umstand, dass ich eine recht gute Work-Life-Balance habe – und darauf möchte ich auch in Zukunft achten.

 

Welches sind Ihre Ziele im kommenden Jahr? Ihre Ziele überhaupt? Gibt es etwas, was Sie unbedingt noch machen wollen?

Im kommenden Jahr möchte ich in meiner neuen Position erfolgreich sein, d. h. meine Ziele erreichen und das, was ich im Zuge des MBA-Studiums gelernt habe, im Arbeitsalltag umsetzen. Außerdem würde ich gern weiterhin Europa genießen, schließlich lebe ich ja in seinem Herzen, nämlich in Luxemburg. Und dann gibt es da noch eine große Sache für mich: den Paris-Marathon.

 

Was bedeutet für Sie „wahren Luxus“?

Auf Urlaub zu fahren und das Mobiltelefon auszuschalten, ist etwas, was ich mir nicht leisten kann. Meine Arbeit verlangt von mir, dass ich allzeit bereit bin, meinen KundInnen zu helfen.

 

Das letzte Buch/der letzte Film, wofür Sie sich begeistern konnten?

„Die Macht Ihres Unterbewusstseins“ von J. Murphy. Es offenbart einem einige Geheimnisse des Lebens.

 

Wie würden Sie Ihre Führungsphilosophie beschreiben? Hatten Sie ein großes „Vorbild“?

Meine Führungsphilosophie ist wohl geprägt von den Erfahrungen, die ich in der Begegnung mit Menschen – LehrerInnen, KollegInnen, Vorgesetzten, meiner Familie – mache. Mit gutem Beispiel voranzugehen, anpassungsfähig zu sein und zwischenmenschliche Beziehungen wertzuschätzen, trägt meines Erachtens wesentlich zu guter Führung bei.

 

Wie schöpfen Sie abseits Ihres anspruchsvollen Berufes Kraft?

Indem ich zum Beispiel im Mietwagen von Stadt zu Stadt fahre oder auf der Gitarre Lieder von Pink Floyd spiele.

 

Mit wem würden Sie gern einmal für einen Tag tauschen?

Wir bewundern wahrscheinlich die Menschen, deren Charakterzüge wir in uns selbst sehen wollen. Es wäre jemand Großartiges, jemand, der im Leben anderer etwas bewirkt hat. Das kommt daher, dass ich gern wissen würde, wie so eine Person denkt und was für Ideale ihre Triebkraft sind.

 

Warum würden Sie den MBA Energy Management der WU Executive Academy empfehlen? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Der MBA bietet eine hervorragende Möglichkeit zur Veränderung. Was ich am meisten schätzte, war die von gemeinsamem Lernen und Austausch geprägte Atmosphäre in unserer Klasse. Ich fieberte jedes Mal dem nächsten Modul und damit der Gelegenheit, wieder in dieses Umfeld einzutauchen, entgegen. Den Ablauf – Präsenzphasen, Modulaufgaben, Studienreisen bzw. Exkursionen – fand ich sehr gut. Speziell bei diesem MBA kann man sich intensiv mit KollegInnen, Lehrenden und BranchenführerInnen austauschen. Die Vortragenden waren allesamt erstklassig, einige wie der VP von Shell beeindruckten mich aber besonders. Ein weiterer Vorzug des Programms sind die äußerst relevanten Modulinhalte. Neben der hervorragenden Business-Core-Ausbildung wurde besonderes Augenmerk auf den Bereich erneuerbare Energien gelegt, was mir sehr gut gefiel. Und dann ist da natürlich noch die Abschlussarbeit, im Zuge deren man sich intensiv mit einer energiewirtschaftlichen Fragestellung – die auch aus der eigenen beruflichen Praxis stammen kann – auseinandersetzt und so tiefgehendes Fachwissen erwirbt.

 

Ohne Zweifel bietet dieser MBA alles, was es für eine Karriere als Business-Leader braucht, und lässt absolut keine Wünsche offen.

Wordrap

Mein Lebensmotto:
„Glück ist, wo..." - meine Frau und ich beisammen sind.
Darüber kann ich lachen:
Louis de Funès in seinen Filmen.
Fehler, die ich am ehesten verzeihe:
Dass meine Frau allzu gern Schokolade und Eis isst.
Mein letztes Geld würde ich ausgeben um...
Ins Val d'Orcia in der Toskana zu fahren.
In 20 Jahren werde ich:
Mich noch immer in neue Herausforderungen stürzen, während ich in der Welt unterwegs bin und durch meine Tätigkeit im Energiesektor das Leben der Menschen besser mache.

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