Mein Shanghai in 24 Stunden

24. Oktober 2019

Ferdinand Klauser nimmt uns mit und zeigt uns sein Shanghai

Wer kennt eine Stadt besser als Einheimische oder Menschen, die seit vielen Jahren dort leben? MBA-Absolvent Ferdinand Klauser verrät seine liebsten Bars, Plätze und verborgenen Fleckchen, die für ihn das besondere Flair von Shanghai ausmachen. Lernen Sie die Stadt aus einem ganz persönlichen - und höchstwahrscheinlich auch ganz neuen - Blickwinkel kennen.

Bild von Ferdinand Klauser
Ferdinand Klauser tauscht sich mit Studierenden am Tongji University College of Design and Innovation über Marken- und Designentwicklung aus.

Essen & Trinken

Welches ist Ihr Lieblingsrestaurant / Lieblingsbar / Lieblingscafé in Shanghai? Warum? Was darf man sich dort keinesfalls entgehen lassen?

Frühstück

Weder Expats noch TouristInnen brauchen in Shanghai unter Brotentzugserscheinungen zu leiden. Im Großraum Jing’an gibt es zahlreiche (zugegeben hochpreisige) Handwerksbäckereien. Wir gehen immer zu Baker & Spice, einer Bäckerei mit einem gemütlichen Interieur aus Holz, Marmor und Leder und einem übergroßen Tisch, an dem alle gemeinsam sitzen. Die Zimtschnecken, der Eigenmarkenkaffee und die frischen Fruchtsmoothies sind immer eine Wohltat.

Mittagessen

Din Tai Fung, eigentlich eine taiwanesische Kette, ist wohl der beste Ort in Shanghai, um sich einen Korb der berühmten gedämpften Teigtaschen Xiaolongbao schmecken zu lassen. Die handgemachte lokale Spezialität hat stets exakt 18 elegante Falten, ist halbdurchsichtig und mit köstlicher Brühe und einer Füllung nach Wahl gefüllt.

Abendessen

Hai Di Lao ist eine äußerst beliebte Hot-Pot-Kette im Sichuan-Stil. 2018 lukrierte das Unternehmen bei seinem Börsengang in Hongkong fast $1 Milliarde. Berühmt ist Hai Di Lao für sein mehr als exzellentes Services: Während man auf einen Tisch wartet (was mitunter dauert), kann man sich die Schuhe polieren, die Brille oder das Smartphone reinigen, die Nägel pflegen oder auch den Nacken massieren lassen. Diese Restaurantkette ist zweifellos eine Harvard-Fallstudie wert. Und natürlich ein Abendessen.

Verborgene Fleckchen

Sie kennen Shanghai sehr gut. An welchen Orten, die nicht im Reiseführer stehen, sollte man Ihrer Meinung nach unbedingt gewesen sein? Verraten Sie uns doch, bitte, Ihre Geheimtipps.

  • Radtour um 5 Uhr morgens: Stehen Sie superzeitig auf und erkunden Sie die Stadt um 5 Uhr in der Früh mit dem Ride Now Cycle Club. Die wohlverdiente Belohnung (und nötige Stärkung) am Ende der Ausfahrt ist ein starker Kaffee in einem der vielen tollen Coffeeshops in Shanghai.
Skyline Shanghai am Morgen
Der Morgen-Ausblick auf Shanghai ist das frühe Aufstehen wert.
  • Spaziergang durch den Jing’an Park: Beobachten Sie die Einheimischen, wie sie Tai-Chi praktizieren und Mah-Jongg spielen, und jubeln Sie den tanzenden Ayis (Tantchen) im Jing’an Park zu. Umgeben ist der Park von einer einzigartigen Mischung aus alter buddhistischer Tempelarchitektur und modernen Bürohochhäusern.
  • Feiern Sie im Found 158: Verbringen Sie einen unterhaltsamen Abend im Found 158. Einst als ein unterirdisches Labyrinth fragwürdiger Bars bekannt, gibt es dort heute Restaurants, Bars, Lounges und Livemusik. Mit einer Pizzaschnitte bei Home Slice Pizza sind Sie immer gut beraten.

 

Shanghai vom Feinsten

Warum ist Shanghai einer der tollsten Orte der Welt? Was macht die Stadt besonders?

Shanghai verkörpert eine einzigartige Kombination aus kulturellem Erbe und Zukunftsstreben. In China trägt Shanghai den Beinamen „Hauptstadt der Magie“. Eine überaus passende Bezeichnung. Shanghai ist nicht nur eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt, sondern auch Verkehrsdrehscheibe und Finanzzentrum. Der umschlagsstärkste Containerhafen der Welt befindet sich hier. Verglichen mit dem Westen hat man in Shanghai das Gefühl, in der Zukunft zu leben. E-Mobilität ist allgegenwärtig, mobiles Bezahlen hat Bargeld obsolet gemacht, und eine neue Generation junger und stolzer ChinesInnen feiert ihre Einzigartigkeit mit einem ausdrucksstarken Modestil. Das Lebenstempo ist schwindelerregend, die Start-up-Szene hochaktiv und das Spektrum geschäftlicher Möglichkeiten schier endlos. Eines sollte man jedoch immer bedenken: Alles ist möglich, aber nichts einfach.

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