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Bin ich ein/e Entrepreneur/in?

12.04.2017

Der 10-Punkte Selbsttest

Die Fähigkeit zu unternehmerischem Denken und Handeln ist die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts. Wer über sie verfügt, wird mehr bewegen, schneller aufsteigen und erfolgreicher sein – egal ob als UnternehmensgründerIn oder als MitarbeiterIn in einem Unternehmen. Für EntrepreneurInnen sind Veränderungen und Megatrends wie Digitalisierung und Globalisierung Chancen, keine Bedrohungen. In einem Selbsttest können Sie herausfinden, wie sehr Sie dem Idealprofil von EntrepreneurInnen entsprechen.

Eine weibliche Hand macht mit einem WU Executive Academy Kugelschreiber Notizen auf einem Block

Ein kurzer Fragebogen

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und beantworten Sie die folgenden Fragen ehrlich und realistisch. Wenn Sie ein unabhängiges Bild haben wollen, dann bitten Sie 2 oder 3 FreundInnen oder ArbeitskollegInnen, die Einschätzung für Sie zu erledigen:

Der 10 Punkte Fragebogen
Nun zählen Sie bitte die Punkte der Fragen 1-5 zusammen und verfahren entsprechend mit den Fragen 6-10.

Was eine/n EntrepreneurIn ausmacht

Schon Joseph Schumpeter beschrieb Entrepreneure anhand zweier grundlegender Eigenschaften: „Ihre Wesen liegt im Erkennen und Durchsetzen neuer Möglichkeiten.“ Die erste Eigenschaft besteht darin, dass man Chancen erkennt, dass man innovative Ideen, Konzepte und Lösungen generieren kann. Hierfür sind Eigenschaften wie Kreativität, Neugierde, Offenheit, Problemlösungsfähigkeiten, Vernetztheit sowie der Zugang zu neuen Informationen essenziell. Wer ein/e VisionärIn ist, wer über den Tellerrand schauen kann, der/die schafft damit das Potenzial für den ganz großen Innovationssprung.

Die zweite Eigenschaft besteht darin, dass man dieses Potenzial auch einlöst – also Willen und Fähigkeit hat, aus der innovativen Idee ein konkretes Produkt, einen Prozess, ein neues Geschäftsmodell zu machen. Hierfür sind andere Fähigkeiten notwendig: die des Durchsetzers. Also eine hohe Leistungsmotivation, Führungsstärke, Beharrlichkeit, die Bereitschaft, Risiken zu akzeptieren, eine hohe Flexibilität im Erkunden des besten Weges – und Know-how bezüglich der richtigen Methoden und Instrumente. Das Zitat von Victor Hugo, wonach nichts so mächtig ist, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, ist zwar elegant und geistreich, leider aber völlig falsch. Die schönsten und visionärsten Ideen sind nutzlos und scheitern am unvermeidlichen Widerstand des Status Quo, wenn sich ihnen nicht ein Umsetzer in professioneller Weise annimmt. Ein/e EntrepreneurIn vereint idealerweise beide Eigenschaften. Er oder sie ist VisionärIn und DurchsetzerIn in einer Person.

 

Sind Sie VisionärIn, DurchsetzerIn oder EntrepreneurIn? Oder VerwalterIn?

Tragen Sie nun Ihre Punkte aus den beiden Frageblöcken in die Matrix ein. Sie können daraus ablesen, zu welchem Typus Sie neigen – eher zum VisionärIn, zum DurchsetzerIn, oder ob Sie zur raren Spezies der Entrepreneure zählen, die über beide Fähigkeiten gleichermaßen verfügen. Ihre Position erlaubt es Ihnen auch, die strategischen Handlungsfelder in Richtung einer Entwicklung zum „kompletten“ EntrepreneurIn zu ermitteln.

 

Was tun?

Denjenigen, die sich im Bereich der Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts steigern wollen, stehen zwei strategische Stoßrichtungen zur Verfügung. Natürlich bietet es sich vor allem an, relative Schwächen auszugleichen. Doch auch der Ausbau von Stärken kann sinnvoll sein.

 

Was kann man also konkret tun, wenn man sich entlang der ersten Dimension verbessern möchte, also die Fähigkeit zum Erkennen von Geschäftsmöglichkeiten steigern möchte?

 

Zunächst einmal gelten Persönlichkeitseigenschaften als relativ stabil. Zahlreiche Studien belegen, dass der menschliche Charakter relativ früh festgelegt ist. Wer also beispielsweise nicht neugierig ist und bei neuen Informationen intuitiv auf Abwehr schaltet, wird sich schwer tun, dies grundsätzlich zu verändern. Coachings, Leadership-Seminare und andere Trainingsformen können natürlich helfen, Blockaden zu lösen und eine zumindest graduelle Steigerung ermöglichen.

 

Sehr viel einfacher sind Verbesserungen in Bezug auf Fähigkeiten. Um sie zu erlernen, braucht man Zugang zu Know-how und ein gezieltes Training. Viele ManagerInnen nutzen dafür MBAs und andere Formen der postgradualen Bildung. Nach meiner Erfahrung ist das ausgesprochen sinnvoll. Viele AbsolventInnen unseres MBA zu Entrepreneurship & Innovation berichten mir, wie sehr sie sich im Verlauf des Programms in Bezug auf das Erkennen von neuen Möglichkeiten verbessert haben. Viele haben neuartige Karrieremöglichkeiten genutzt, bringen innovative Ideen in ihr Unternehmen ein oder starten eine Karriere als EntrepreneurIn.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die Diversität der Programme bzw. der TeilnehmerInnen. Dies ist ein Grund dafür, dass wir bei den Zulassungsentscheidungen auf Faktoren wie den Ländermix, unterschiedliche Ausbildungshintergründe und Branchenzugehörigkeiten sowie vielfältige Tätigkeiten und Berufsfelder achten. Eine typische MBA-Spezialisierungs von 20-30 TeilnehmerInnen umfasst erfahrungsgemäß 8 bis 10 Staatszugehörigkeiten.

Neben IngenieurInnen und NaturwissenschaftlerInnen sind JuristInnen und ÖkonomInnen dabei und auch scheinbare „ExotInnen“ wie IndustriedesignerInnen, PolitikwissenschaftlerInnen und KünstlerInnen. Sie arbeiten in vielfältigen Branchen von Telekommunikation über Maschinenbau, Konsumgüter bis hin zu Kultur, Unterhaltung, Medien und Politik. Diese Vielfalt schafft nicht nur spannende Diskussionen, sondern ermöglicht vor allem auch den Zugang zu neuen unternehmerischen Gelegenheiten.

 

Was kann man tun, um sich vom Visionär zum EntrepreneurIn zu entwickeln, also die Fähigkeiten zur unternehmerischen Umsetzung zu steigern? Auch hier gilt, dass grundlegende Persönlichkeitseigenschaften wie die Leistungsmotivation, die Beharrlichkeit und die Fähigkeit zur geistigen Flexibilität nur allmählich und in begrenztem Umfang gesteigert werden können. Aber auch hier hilft gezieltes Training. Postgraduale Lernangebote sind natürlich vor allem im zehnten Faktor hilfreich, im Innovations-Leadership. Es gibt wohl keinen direkteren Zugang zum unternehmerischen Handwerkszeug als ein anwendungsorientiertes Lehrangebot, das man parallel zur beruflichen Tätigkeit wahrnimmt und damit Theorie und Praxis verbindet. Natürlich kann man auch versuchen, die Dinge im Alleingang autodidaktisch „by doing“ zu erlernen. Unsere MBA-Studierenden berichten mir jedoch regelmäßig, wie sehr sie davon profitieren, dass sie die notwendigen Tools und Methoden durch Spezialisten aufbereitet bekommen, mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Perspektiven diskutieren und in gezielten Trainings üben können.

 

Die gute Nachricht ist also: Wer EntrepreneurIn werden will, kann etwas dafür tun. Die schlechte: Man muss es eben auch tun – von selbst tut sich nichts :-)!

Matrix Gelegenheiten erkennen / Gelegenheiten durchsetzen

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