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Alumni Application Tips: „ExotInnen“ herzlich willkommen!

15. Juli 2016

Elisabeth Kreuzhuber ließ sich nicht von ihrem Ziel abringen.

Wer an ein MBA-Programm denkt, hat oft ein Klischee von Anzug tragenden und gestylten Manager mit identen Lebensläufen vor Augen, sollte aber dieses Bild nochmal überdenken: Wenn eine Business School die Diversität ihrer TeilnehmerInnen propagiert, ist das mehr als nur eine Floskel, wie meine eigene Erfahrung gezeigt hat.


Von Kunst-Studium zum Management-Studium
Vor meiner Bewerbung für den Professional MBA Marketing & Sales stellte sich für mich die Frage, ob ich mit einem abgeschlossenen geisteswissenschaftlichen Studium und vielen Jahren in der Kunstbranche diese Herausforderung angehen sollte. In den Köpfen vieler Menschen galt ich wahrscheinlich nicht als die klassische MBA-Anwärterin.


Dennoch wollte ich mich nicht von meinem Ziel abbringen lassen, profundes Managementwissen in meinen Galeriebetrieb einließen zu lassen. Spätestens beim Bewerbungsgespräch waren auch meine Zweifel verflogen: Die Program Managerin versicherte mir, dass jede Bewerbung individuell beurteilt und besonders auf eine gute Durchmischung bei den TeilnehmerInnen und neue Perspektiven geachtet werde.

Eine Win-Win-Situation
Es war rückblickend eine echte Win-Win-Situation, hoffentlich für alle Beteiligten – für mich auf jeden Fall: Ich konnte im Zuge des MBA-Studiums in eine neue Denkschule eintauchen und mir umfangreiches zusätzliches Know-How aneignen. Das erleichterte es mir, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge besser einzuschätzen und mein Geschäftsmodell Galerie auf den Prüfstand zu stellen und letztlich zu verlassen. Mein neugewonnenes Wissen hat es mir leicht gemacht, einen disruptiven Mid-Career-Move zu wagen und letztlich doch meiner gewohnten Branche treu zu bleiben.

Auch meine StudienkollegInnen profitierten von „exotischen“ TeilnehmerInnen wie mir in der Klasse, wir stellten ungewöhnliche Frage und sorgten mit ungewohnte Sichtweisen für frischen Wind. Gruppenarbeiten und Diskussionen mit Vortragenden brachten durch die verschiedenen Backgrounds und Herangehensweisen unserer heterogenen Gruppe oft besonders eindrucksvolle Ergebnisse hervor.

Deshalb kann ich Ihnen nur raten, bewerben Sie sich, auch wenn Sie mit Ihrem bisherigen beruflichen Werdegang scheinbar nicht in das „typische MBA-Profil“ passen! Ganz im Gegenteil: Seien Sie stolz darauf, anders zu sein und betonen Sie das auch. Seien Sie sich im Klaren, dass Sie zwar in einigen Bereichen von vorne anfangen und hart arbeiten werden müssen. Ihre KollegInnen werden Sie gerne dabei haben, und Sie selbst werden auf ganzer Linie profitieren. Wie Ihre KollegInnen im MBA werden auch Sie an Ihre Leistungsgrenzen gehen, gleichzeitig wird Ihre auch Ihre „exotische“ berufliche Tätigkeit unmittelbar von neu gewonnenen Erkenntnissen profitieren. Auf alle Fälle erweitern Sie Ihr Repertoire, denken kreativer und lösungsorientierter, sicher verlassen Sie eingefahrene Wege und bereichern somit auch Ihre „exotische“ Branche.

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