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Blog Postings optimal nutzen

15. Mai 2015

In dieser Ausgabe von LinkedIn Tipps, demonstriert Ritchie Pettauer die Stärken von Blog-Beiträgen über Status-Updates und zeigt, wie man wie ein Profi bloggen kann.

Von Ritchie Pettauer

Sie haben mehr zu sagen, als in ein Status-Update passt? Werfen Sie unbedingt einen Blick auf LinkedIns Publishing Plattform: Mit dem einfach zu bedienenden Content Management System lassen sich beliebig lange Texte sehr einfach und effizient publizieren, sowie im eigenen Netzwerk bewerben. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag unserer LinkedIn Serie. 

Warum überhaupt auf einem Business-Netzwerk schreiben?

LinkedIn erkannte früh die Relevanz von Content Marketing. Durften bis Februar 2014 nur wenige, ausgewählte „Influencers“ regelmäßig ihre Meinung zu Business-Themen in Kolumnenform veröffentlichen, so steht die Publishing Plattform seit mittlerweile 14 Monaten allen registrierten Nutzern offen.

Im Jänner 2015 veröffentlichte die LinkedIn Nutzerschaft im Durchschnitt bereits 40.000 Artikel pro Woche. Wie überall anderswo im Netz gilt also auch hier: Wer aus der Masse herausstechen will, braucht Themen, die der eigenen Zielgruppe einen echten Mehrwert liefern.

Wie funktioniert das Veröffentlichen von Blog-Beiträgen auf LinkedIn?

Wer Word oder gängige E-Mail Editoren gewohnt ist, wird beim Publizieren von LinkedIn-Beiträgen auf keinerlei technische Schwierigkeiten stoßen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind ohnehin eingeschränkt, denn der Fokus liegt nicht am Design, sondern am Inhalt.

Um ein Posting zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor:

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Klicken Sie auf Ihrer LinkedIn-Startseite auf „Publish a Post“ / „Beitrag veröffentlichen“.
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Sie gelangen daraufhin zur Eingabemaske für neue Artikel. Hier wählen Sie eine Überschrift, laden Ihr Artikelbild hoch (empfohlene Größe: 698x400 Pixel) und geben den Beitragstext ein.
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Zusätzlich können Sie bis zu drei Stichwörter pro Beitrag hinzufügen. Diese sind allerdings nicht frei wählbar, LinkedIn gibt die erlaubten Tags vor.
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Sie können Beiträge zur späteren Bearbeitung als Entwurf speichern. Die Veröffentlichung müssen Sie bestätigen, anschließend ist Ihr Beitrag online.
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Veröffentlichte Beiträge können Sie später jederzeit editieren bzw. löschen. Die Zugriffsstatistiken sind nach Veröffentlichung jederzeit abrufbar.

Tipps und Tricks: So bloggen die Profis auf LinkedIn

Benachrichtigungen bei neuen Blogbeiträgen: LinkedIn filtert genau wie Facebook Statusbeiträge. Das bedeutet, nur ein Teil Ihres Netzwerks bekommt Ihre Updates auf der Startseite angezeigt. Das gilt (bislang) allerdings nicht für Blogbeiträge: Wenn Sie einen neuen Beitrag publizieren, wird das allen Connections durch einen Hinweis (das kleine Fähnchen-Icon rechts im Hauptmenü) prominent angezeigt. Soviel Aufmerksamkeit erfordert eine durchdachte Content-Strategie: Überfordern Sie Ihre Kontakte nicht mit zu hoher Postingfrequenz, setzen Sie stattdessen auf wirkliche Highlights. Auffindbarkeit in Google: LinkedIn Blogbeiträge werden von Google indexiert und sind auch für nicht registrierte Mitglieder auffindbar. Publizieren Sie hier daher nur Inhalte, die auch öffentlich zugänglich sein dürfen/sollen!

Das Problem der Mehrsprachigkeit: Leider ist das Publishing Werkzeug anders als der Rest der Plattform (noch) nicht auf Mehrsprachigkeit ausgelegt, der Großteil aller Beiträge wird derzeit auf Englisch verfasst. Posten Sie beispielsweise Beiträge auf Deutsch, so werden trotzdem stets alle Kontakte verständigt – eine lästige Einschränkung, die LinkedIn zukünftig hoffentlich beseitigt.

Volltext oder Vorschau? Grundsätzlich können Sie zwei verschiedene Strategien verfolgen: Entweder Sie posten vollständige Beiträge auf LinkedIn oder Sie stellen Artikel nur teilweise online und leiten interessierte Leser mit einem entsprechenden „Weiterlesen“ Link zur Vollversion auf Ihre eigene Seite. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt davon ab, ob Ihnen Zugriffe auf die eigene Seite oder möglichst hohe Verbreitung auf LinkedIn wichtiger sind.

Artikelbilder: Verwenden Sie unbedingt ein Artikelbild, idealerweise einen Eyecatcher. Auf Übersichtsseiten und Suchergebnissen fallen Beiträge mit Bildern deutlich mehr auf.

Moderation und Nachbetreuung: Alle Blogbeiträge haben eine Kommentarfunktion, die sich nicht deaktivieren lässt. Denken Sie daran, Ihre Blogbeiträge zu moderieren, also auf Fragen und Kommentare möglichst zeitnah zu reagieren.
Bewerbung der eigenen Blogbeiträge: Artikel in thematisch passenden LinkedIn Gruppen oder ein paar Tage später nochmals als Status-Update zu posten (kopieren Sie dazu einfach den Link des betreffenden Beitrags), erhöht die Reichweite beträchtlich. Fazit: LinkedIns Publishing Plattform bietet reizvolle Möglichkeiten, erfordert aber einen vergleichsweise hohen Zeitaufwand. Wie fast überall im Social Web lautet die Devise auch hier Qualität vor Quantität.

Über den Autor:

Ritchie Pettauer unterstützt als selbständiger Berater Unternehmen bei der Erarbeitung und Implementierung von Online-Marketing Strategien, unterrichtet am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien sowie an verschiedenen FHs (Online Redaktion, Customer Experience Management, Web Analytics) und hält Vorträge und Workshops zum Thema "Online Marketing und Social Media für Unternehmen". Seit 2006 betreibt er den populären Weblog datenschmutz.  Vollständiger Lebenslauf LinkedIn

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