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Career Story: Alexandra Burchiu, UNIQA International AG

17. April 2015

Professional MBA Marketing & Sales Alumna

Welches waren die prägendsten Stationen in Ihrem bisherigen Leben?
In meinem bisherigen Leben gab es einige Meilensteine, auf die ich mit einem Gefühl der Nostalgie und Zufriedenheit zurückblicke: Da waren der Augenblick, als ich die faszinierende Welt der Werbung betrat, und acht wunderbare Jahre, die ich dort verbringen durfte – eine Zeit, in der ich meine Kreativität schärfte und eine wahre Leidenschaft für innovative Ideen entwickelte; die kurze Phase als Unternehmerin, die zweifellos sehr lehrreich war, und die Entscheidung, für das MBA-Studium von Bukarest nach Wien zu übersiedeln.

Das war auch mein bis dato wagemutigster Entschluss, weil ich mein Leben komplett neu organisieren musste: Ich lebte zum ersten Mal im Ausland, machte neue Bekanntschaften, lernte ohne Vorkenntnisse Deutsch, verbrachte für Familienbesuche mehr Zeit im Flugzeug, ging einer internationalen Karriere nach und absolvierte zugleich den MBA … vier großartige Jahre, an denen ich absolut nichts bereue!   

Hatten Sie ursprünglich einen anderen Berufswunsch? Wenn ja, warum ist daraus nichts geworden?
Ja, ich hatte – wie jeder andere Mensch auch – im Laufe der Zeit verschiedene berufliche Vorstellungen … Irgendwann wollte ich Opernsängerin werden und nahm deshalb sogar professionellen Gesangsunterricht. Alle anderen Berufswünsche, die mir in den Sinn kamen, waren ebenfalls künstlerisch geartet – und wenngleich die Kunst letztlich doch nicht zu meinem Brotberuf wurde, so liegt sie mir als Hobby noch immer sehr am Herzen.

Im Übrigen ist mein derzeitiger Tätigkeitsbereich – Produktmarketing – meiner Meinung nach nicht allzu weit vom künstlerischen Metier entfernt. Ich sage immer, Marketing hat ebenso wie das dadurch vermittelte Erlebnis mit den Sinnen zu tun, weil bei der Zielgruppe drei zentrale Bereiche angesprochen werden: der Kopf, die Hände und das Herz … und genau das ist ja auch bei allen Formen von Kunst der Fall …

Wie und warum hat es Sie zu UNIQA International verschlagen?
Zur Frage nach dem „Warum“: weil die Tätigkeit perfekt zu meiner Berufserfahrung passte. In Rumänien zeichnete ich als Account Director bei Saatchi & Saatchi für die Marktkommunikation der Raiffeisen Bank verantwortlich. Bei UNIQA International arbeite ich wieder mit der Raiffeisen Bank zusammen, diesmal von der Zentrale aus und in allen 15 Ländern, für die ich zuständig bin.

Zum „Wie“ gibt es eine lustige Geschichte, die auch mit dem MBA zu tun hat. Das Stellenangebot kam während des MBA-Studiums, als ich bereits in Wien lebte. Nach dem Vorstellungsgespräch bei jener Dame, die meine Chefin und Mentorin werden sollte, erhielt ich auf Facebook die Mitteilung, dass wir beide einen gemeinsamen Freund hätten, und das war jemand aus meiner MBA-Klasse – ein ziemlich glücklicher Zufall, wenn man bedenkt, dass ich damals erst seit fünf Monaten in Wien gewohnt und noch nicht allzu viele Bekanntschaften gemacht hatte.

Der langen Rede kurzer Sinn: Noch bevor mich die Personalabteilung davon offiziell in Kenntnis setzte, wusste ich dank dieser MBA-Verbindung, dass ich die Stelle bekommen würde. Ich möchte Luis bei dieser Gelegenheit für seine rückhaltlose Unterstützung danken.

Was hat sich nach Ihrem MBA-Studium beruflich verändert? Wie war Ihnen die Ausbildung dabei behilflich, Ihre Karriereziele zu erreichen?
Der MBA war eine bereichernde Erfahrung: Ich habe während des Programms an Selbstvertrauen gewonnen, ein Netzwerk großartiger KollegInnen und Freundschaften aufbauen können, hart gearbeitet, aber auch jede Menge Spaß gehabt. Zudem entwickelte ich meine Fähigkeiten in jenen Marketing- und Vertriebsbereichen, mit denen ich bis dahin nichts zu tun gehabt hatte. Die Latte liegt jetzt höher und auch meine Ansprüche an andere Weiterbildungsangebote und die Menschen in meinem Umfeld sind gestiegen. Der MBA ist nicht nur ein Pluspunkt in meinem Lebenslauf, sondern auch die perfekte Ergänzung zu meiner übrigen Ausbildung und meiner Berufserfahrung. Er hat außerdem dazu geführt, dass ich befördert wurde und autonomer agieren kann. In gehobener Position bin ich nunmehr mit komplexeren Herausforderungen betraut und trage mehr Verantwortung – nachweislich mit Erfolg.

Welches war Ihr größter beruflicher/persönlicher Erfolg?
Meine Funktion bei UNIQA International war, als ich ins Unternehmen eintrat, neu. Das gab mir die Möglichkeit, sie von Grund auf mitzugestalten und den Bereich Produktmarketing in all „meinen“ Ländern aufzubauen. Als beruflichen wie persönlichen Erfolg werte ich das Vertrauen meines Teams und die positive Rückmeldung, die ich von ihm bekomme. Das schmeichelt mir und motiviert mich, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Welches sind Ihre Ziele im kommenden Jahr? Ihre Ziele überhaupt? Gibt es etwas, was Sie unbedingt noch machen wollen?
Ich arbeite an einem großen Projekt zum Thema „Product Intelligence Tools“ und werde demnächst mit seiner praktischen Umsetzung beginnen. Es soll in all „meinen“ Ländern eine Erfolgsgeschichte werden.
Davon abgesehen, möchte ich fit bleiben, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben erzielen, Neues lernen und mir meine ausgeprägte Kreativität erhalten.

Was bedeutet für Sie „wahrer Luxus“?
Wagemutig und authentisch zu sein…und sich von niemandem Angst machen zu lassen…

Das letzte Buch/Film wofür Sie sich begeistern konnten?
Filme: „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ (die Lebensgeschichte des weltberühmten Physikers Stephen Hawking) und „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“ (eine Filmbiographie über den Mathematiker Alan Turing, der im Zweiten Weltkrieg den Enigma-Code knackte).

Bücher: Begeistert war ich von mehreren gleichzeitig, aber eines möchte ich besonders erwähnen, und zwar: „Value Proposition Design: How to Create Products and Services Customers Want“.

Wie würden Sie Ihre Führungsphilosophie beschreiben? Hatten Sie ein großes „Vorbild“?
Folgende Merkmale sind charakteristisch für meine Führungsphilosophie: zwei sichere Hände, emotionale Intelligenz, Authentizität, Befähigen anderer, Erkennen und Fördern ihrer Stärken, konstruktives Feedback, das „Wir“ vor das „Ich“ stellen. Außerdem habe ich einmal gehört, dass jemand, der Menschen nicht mag, nie gut als ManagerIn oder Führungskraft sein wird. Dem schließe ich mich voll und ganz an.

Auf meinem bisherigen Weg durfte ich einige Personen kennenlernen, die zu Vorbildern und MentorInnen wurden. Solchen Menschen begegnet man nicht oft. Sie haben mein Leben auf eine Art und Weise geprägt, die ich nie vergessen werde, und dafür bin ich ihnen zu Dank verpflichtet.

Wie schöpfen Sie abseits Ihres anspruchsvollen Berufes Kraft?

Indem ich Menschen mit Esprit treffe, die mich inspirieren und mir jene Motivation geben, die ich brauche, um besser zu werden. Außerdem gehe ich regelmäßig zum Fitnesstraining; genieße Kunst in all ihren Formen; lese, was immer mich interessiert, und singe mit meiner Acoustic-Rock-Band.

Mit wem würden Sie gern einmal für einen Tag tauschen?

Mit einem Bond-Girl…aber inklusive Happy End…

Warum würden Sie den Professional MBA der WU Executive Academy empfehlen? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Mir haben die Internationalität und die ungeheure Vielfalt im Team gefallen. Von meinen KollegInnen konnte ich wirklich viel lernen. Wir setzten uns mit einigen topaktuellen Fallstudien auseinander und hatten erstklassige Vortragende. Reputation, Curriculum und Aufbau – die Kombination aus einem allgemeinen Grundlagenteil und einer Spezialisierung – spielten für mich bei der Programmauswahl eine wesentliche Rolle. Wer ein MBA-Studium in Erwägung zieht, sollte bedenken, dass es sich dabei nicht um eine rein theoretische Ausbildung handelt, und bereits vorab wertvolle Berufserfahrung sammeln. Denn erst dadurch wird es möglich, vom Austausch innerhalb der Klasse maximal zu profitieren und den KollegInnen auch etwas zurückzugeben.

Wordrap

Mein Lebensmotto:
„Für mich ist der einzige Unterschied zwischen möglich und unmöglich der, dass es etwas länger dauert, das Unmögliche zu schaffen“.
Darüber kann ich lachen:
intelligente Witze … und auch über mich selbst. Sinn für Selbstironie zu haben, ist meiner Meinung nach wichtig.
Fehler, die ich am ehesten verzeihe:
harmlose menschliche Schwächen.
Mein letztes Geld würde ich ausgeben für:
ein Flugticket, egal wohin.
In 20 Jahren werde ich:
hoffentlich andere nach wie vor mit meinem Enthusiasmus anstecken, wissbegierig und lerneifrig sein und ganz bestimmt noch immer die Musik meiner Lieblingsrockband – Whitesnake – hören.

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