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Career Story: Andriy Ivashkiv, SoftServe

20. Februar 2017

Global Executive MBA Alumnus

Welches waren die prägendsten Stationen in Ihrem bisherigen Leben? Warum?

Am prägendsten waren wohl die Phasen, in denen sich das von mir verantwortete Geschäftsfeld derart aggressiv entwickelte, dass ich das Gefühl hatte, meine persönliche Entwicklung könne damit nicht Schritt halten. Mein Umfeld wandelte sich so rasant, dass ich die Notwendigkeit verspürte, mich weiterzuentwickeln. Für den Executive MBA entschied ich mich, weil ich mir dachte, dass mir das Programm genau dabei eine große Hilfe wäre.

 

Hatten Sie ursprünglich einen anderen Berufswunsch?

Ich wollte als Kind Astronaut werden. Abgesehen davon, haben mich Computer schon immer interessiert. In meinen Teenagerjahren war ich in der privilegierten Situation, bei meinem Onkel in der Arbeit an Textterminals auf den zimmerfüllenden Großrechnern der damaligen Zeit Spiele spielen zu dürfen. Dabei wurde mein Interesse für die Algorithmen dahinter geweckt, und als dann der Moment gekommen war, mir ein Hauptfach auszusuchen, wählte ich ohne zu zögern Informatik.

 

Wie und warum hat es Sie zu SoftServe verschlagen?

Als ich zu SoftServe stieß, war das Unternehmen klein und hatte rund 20 MitarbeiterInnen. Ich verfügte bereits über etwas Erfahrung in der Entwicklung von Software für Unternehmen aus der Region. An Software für KundInnen aus den USA zu arbeiten, fand ich eine äußerst reizvolle Aufgabe. Mir bot sich damit die Möglichkeit, auf einem riesigen, aktiv wachsenden Markt tätig zu sein und am Puls der technischen Entwicklung zu bleiben. Das war zu der Zeit, als die Auslagerung der Softwareentwicklung ihren Anfang nahm.

 

Was hat sich nach Ihrem MBA-Studium beruflich verändert?

Als ich den Executive MBA abschloss, war das Unternehmen in einer tiefgreifenden Umstrukturierung begriffen. Dank meines MBA-Abschlusses – und vor allem dank der globalen Ausrichtung der Weiterbildung – war es mir möglich, mich um die Stelle als VP Global Operations zu bewerben. Ich hatte damals das Gefühl, ein erfahrener Manager zu sein, meine Erfahrung beschränkte sich aber darauf, Softwareentwicklungsteams zu führen. Unternehmensentwicklung hingegen war für mich etwas völlig Neues.

 

Welches war Ihr größter beruflicher/persönlicher Erfolg?

In den ersten 18 Monaten als VP Global Operations tat ich etwas, was noch niemand zuvor im Unternehmen getan hatte. Wir eröffneten Niederlassungen in den beiden größten Städten des Landes und erhielten so Zugang zum größtmöglichen Talentepool. Internationale Niederlassungen in Bulgarien und Polen folgten. Wir begannen mit der Übernahme von Unternehmen, um unsere Marktpräsenz in Europa auszubauen.

 

Welches sind Ihre Ziele im kommenden Jahr?

Mittlerweile bekleide ich wiederum eine andere Position: Als SVP Client Success bin ich nicht nur für Softwareentwicklung verantwortlich, sondern habe auch häufig mit KundInnenentwicklung, dem Bewerben neuer Angebote und Upselling zu tun, was für mich ein absolutes Novum ist. Auch dabei wende ich im Zuge meines MBA-Studiums erworbenes Wissen an.

 

Was bedeutet für Sie „wahren Luxus“?

Eine Reise oder einen Urlaub zu machen und eine Woche offline und auch telefonisch nicht erreichbar zu sein.

 

Das letzte Buch, wofür Sie sich begeistern konnten?

Da könnte ich einige Bücher nennen, wie zum Beispiel:

-       Die Kunst des klaren Denkens, von Rolf Dobelli

-       Der Schwarze Schwan, von Nassim Taleb

-       The Virgin Way, von Richard Branson

-       Denken hilft zwar, nützt aber nichts, von Dan Ariely

 

Wie würden Sie Ihre Führungsphilosophie beschreiben?

Eine der zentralen Aufgaben als Führungskraft besteht darin, die MitarbeiterInnen auf das gemeinsame Ziel einzuschwören. Wenn sich das Team das Ziel zu eigen macht, wird alles andere – Ressourcen, Wissen, die Tatsache, dass der Tag nur 24 Stunden hat – sekundär.

 

Wie schöpfen Sie abseits Ihres anspruchsvollen Berufes Kraft?

Mir gefällt es zu reisen und neue Orte zu entdecken. Allerdings habe ich dazu nur sehr selten Zeit. Im Alltag schöpfe ich durch Joggen Kraft, das ich als Ersatz für den ersten Kaffee wiederentdeckt habe.

 

Mit wem würden Sie gern einmal für einen Tag tauschen?

Mit Linus Torvalds, Sergey Brin, Larry Ellison oder Elon Musk, und zwar zu der Zeit, als ihnen die Idee zu jenen großartigen Produkten kam, mit denen sie die Welt verändert haben, und sie an deren Konzept arbeiteten. Ich möchte verstehen, worin der Unterschied liegt zwischen einer durchschlagenden Idee und den vielen anderen mit Potential.

 

Warum würden Sie den Global Executive MBA der WU Executive Academy empfehlen? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Als ich mich bewarb, wurde ich nach meinen Erwartungen an das Programm gefragt. Ich antwortete ohne Zögern, dass ich mein Netzwerk ausbauen und von Anderen lernen wollte. In beiden Punkten wurde ich vom Programm absolut nicht enttäuscht. An der WU wird der alte Grundsatz, dass man lernt, indem man Wissen praktisch anwendet, perfekt umgesetzt. Der globale Fokus des Programms ist in unserer modernen Welt, in der Geschäfte vorwiegend über Datenleitungen oder überhaupt drahtlos abgewickelt werden, besonders wertvoll.

 

Man ist gefordert, als Person zu wachsen, und schätzt die Erfahrung deshalb umso mehr :-).

Wordrap

Mein Lebensmotto:
1,01 hoch 365 ist 37,8. 0,99 hoch 365 ist 0,03. Deshalb soll man sich jeden Tag dieses kleine bisschen mehr anstrengen.
Darüber kann ich lachen:
Meine eigenen Misserfolge, aber auch die Misserfolge anderer. :-)
Fehler, die ich am ehesten verzeihe:
Wenn es an Wissen, nicht aber am Wollen mangelt.
Mein letztes Geld würde ich ausgeben für:
In Bewegung zu bleiben. Solange ich nicht stillstehe und etwas ändern kann, brauche ich mir über „mein letztes Geld“ noch keine Gedanken zu machen.
In 20 Jahren werde ich:
„Alt, aber nicht veraltet“ sein. © Arnold Schwarzenegger in Terminator: Genisys

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