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Career Story: Holger Peter Stupar, Sberbank Hrvatska d.d.

16. März 2017

Global Executive MBA Alumnus

Welches waren die prägendsten Stationen in Ihrem bisherigen Leben? Warum?

Ich bin gebürtiger Kroate. Am prägendsten, sowohl beruflich als auch privat, war daher die Übersiedelung nach Österreich, wo ich zu studieren anfing, meine spätere Frau kennenlernte und im Bankbereich zu arbeiten begann.

 

Hatten Sie ursprünglich einen anderen Berufswunsch? Wenn ja, warum ist daraus nichts geworden?

Die Frage müsste korrekterweise eigentlich lauten, ob ich überhaupt berufliche Pläne hatte. Professor Winckler, der mich damals bei meiner Abschlussarbeit betreute, fragte mich, was ich nach dem Studium machen wollte. Ich hatte keine klare Vorstellung; er saß im Aufsichtsrat einer großen österreichischen Bank und bot mir an, mir ein Vorstellungsgespräch zu ermöglichen. Das war der Beginn meiner Banklaufbahn.

 

Wie und warum hat es Sie zur Sberbank verschlagen?

Nach 19 wunderbaren Jahren bei der Erste Group erhielt ich von der Sberbank das Angebot, ihr Team in Kroatien auf Vorstandsebene zu verstärken. Mir bot sich eine Gelegenheit und ich ergriff sie. Nach den ersten Monaten kann ich sagen, dass ich sehr froh darüber bin, diesen Wechsel vollzogen zu haben, um neue Möglichkeiten ausloten und meinen Erfahrungsschatz erweitern zu können.

 

Was hat sich nach Ihrem MBA-Studium beruflich verändert?

Das MBA-Studium absolvierte ich 2009/10. Damals hatte ich bereits über neun Jahre in Kroatien gearbeitet. Es war die Zeit, als die Weltwirtschaft zunehmend in die Rezession geriet, was auch im Bankensektor in vielerlei Hinsicht zu Veränderungen führte. Von meinem Arbeitgeber erhielt ich volle Unterstützung bei der Teilnahme am EMBA. Ihm war klar, dass im Zuge des Programms ein breites Spektrum abgedeckt wird, wodurch das berufliche Profil der TeilnehmerInnen eine Abrundung erfährt. Nach Abschluss der Weiterbildung machte mir die Bank zwei attraktive Stellenangebote: Ich wählte jenes, bei dem ich zum Leiter des Bereichs Risikomanagement der serbischen Tochter werden sollte.

 

Welches war Ihr größter beruflicher/persönlicher Erfolg?

Während meiner gesamten Laufbahn galt mein Hauptaugenmerk dem Risikomanagement. Im Jahr 2005 ergriff ich aber die Möglichkeit, in einem Tochterunternehmen der Erste Group in Kroatien Führungsverantwortung zu übernehmen. Zuständig war ich dort für die Finanzierung und Entwicklung von Immobilien. Erfahrung im Vertrieb und Immobiliengeschäft hatte ich so gut wie keine. Da das Unternehmen mitten in einem Großprojekt steckte, nämlich der Errichtung des höchsten Bürogebäudes Kroatiens, wurde ich zu „Mr. Eurotower“ und war als solcher gesamtverantwortlich für die operative und finanzielle Entwicklung eines Projekts mit einem Volumen von EUR 60 Mio. Es sollte ein Erfolg werden: Wir schafften es, eine Immobilie der Kategorie A zu errichten und zu vermieten, sie in weiterer Folge mit solidem Gewinn zu veräußern und so für unsere AktionärInnen einen großartigen Ertrag zu erwirtschaften.

 

Welches sind Ihre Ziele im kommenden Jahr?

Als Führungskraft strebe ich generell danach, klare Ziele festzulegen, für eine Kultur der offenen Kommunikation zu sorgen und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Irgendwann einmal möchte ich mir noch den Traum vom eigenen Unternehmen erfüllen.

 

Was bedeutet für Sie „wahren Luxus“?

Zeit.

 

Das letzte Buch/der letzte Film, wofür Sie sich begeistern konnten?

Vor kurzem reiste ich erstmals nach Israel. Im Zuge der „Modulvorbereitung“ las ich mit Genuss einige Bücher des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig, der jüdische Wurzeln hatte. Als „Modulnachbereitung“ sah ich mir „The Young Pope“, die aktuelle TV-Serie über einen ziemlich unorthodoxen Papst an.

 

Wie würden Sie Ihre Führungsphilosophie beschreiben? Hatten Sie ein großes „Vorbild“?

Zu meiner Führungsphilosophie kann ich eigentlich nur sagen, dass sie sich entwickelt. Die Art und Weise, wie ich mein Team, aber auch mich selbst führe, wandelt sich im Laufe der Zeit – und sei es auch nur dadurch, dass ich aus den Fehlern anderer und meinen eigenen lerne.

 

Wie schöpfen Sie abseits Ihres anspruchsvollen Berufes Kraft?

Zwischendurch schöpfe ich Kraft, indem ich so oft wie möglich tanze und singe. Außerdem gehe ich jedes Jahr segeln – zwei Wochen Urlaub auf einem Boot sind so entspannend wie vier Wochen Urlaub an Land.

 

Mit wem würden Sie gern einmal für einen Tag tauschen?

Mit meiner Mutter.

 

Warum würden Sie den Global Executive MBA der WU Executive Academy empfehlen? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Vor allem, weil man mit großartigen Menschen an großartigen Orten eine großartige Zeit verbringt. Abgesehen davon, schätzte ich das ausgezeichnete Curriculum und die exzellenten Vortragenden des Programms wirklich sehr. Für mich war das Studium eine Investition mit hohem IZF :). Am besten gefallen haben mir die Studienreise nach China und Indien sowie die Möglichkeit, neue Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen.

Wordrap

Mein Lebensmotto:
Carpe diem.
Darüber kann ich lachen:
Meine Familie.
Fehler, die ich am ehesten verzeihe:
Meine eigenen :).
Mein letztes Geld würde ich ausgeben für:
Ein Abendessen im Kreise derer, die ich liebe.
In 20 Jahren werde ich:
Mich auf Istrien dem Olivenbau widmen und Familie, FreundInnen und Gäste bekochen.

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