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Career Story: Kerstin Mariella Knapp, Puma Energy

19.09.2018

Global Executive MBA Alumna

Welches waren die prägendsten Stationen in Ihrem bisherigen Leben? Warum?

Es waren immer jene Situationen oder Begegnungen, die mich zum Reflektieren angeregt haben, oder mir Grenzen aufgezeigt haben und mir dadurch persönliche Weiterentwicklung ermöglichten. Wie zum Beispiel meine erste Ausbildung, die mich dazu veranlasste, nicht stehenzubleiben, sondern mich in eine andere Richtung weiterzubilden. Prägend war auch mein erstes EXPAT Assignment in Rumänien, das mich privat und persönlich immer wieder an meine Grenzen gebracht hat. Dadurch habe ich vieles gelernt: Wie man aus einfachen Situationen oder Umständen Kraft schöpfen kann, wie man täglich hunderte von Emails bewältigt, ohne überwältigt zu werden, oder wie man entscheidungsrelevante Informationen in maximal 10 Minuten auf den Punkt bringt. Gelernt habe ich aber auch, was mir Energie gibt und nimmt und wie ich meinen Energiehaushalt in der Waage halten kann. Es gibt auch ganz besondere Menschen in meinem Leben, welche mir durch wertvolles Feeback geholfen haben, mich selbst besser zu verstehen. Es gibt viele Momente und Situationen die mir in dieser Hinsicht in den Sinn kommen und ich bin dankbar für jeden einzelnen, den ich bis jetzt erleben durfte.

 

Hatten Sie ursprünglich einen anderen Berufswunsch? Wenn ja, warum ist daraus nichts geworden?

Ich wollte immer Volksschullehrerin werden, ich habe dahingehend auch ein Studium abgeschlossen – allerdings habe ich schon nach den ersten Monaten bemerkt, dass mir diese Wahl nicht erlauben wird global tätig zu sein und daher parallel mein Diplomstudium Psychologie begonnen mit dem Ziel in die Wirtschaft zu gehen.

 

Wie und warum hat es Sie zu Puma Energy verschlagen?

Ich wurde von einem Headhunter angesprochen. „Wir suchen jemanden mit einem sehr speziellen Skillset. Jemanden mit Erfahrung in Emerging Markets, Change Management und jemanden, der mit einer sehr herausfordernden Organisation umgehen kann: eine schnelllebige, Performance-orientierte Organisation mit einem sehr anspruchsvollen Top Management.“ Nachdem mich diese Kombination schon immer angesprochen hatte, dachte ich, das klingt nach dem richtigen Job für mich. Darüber hinaus war es meine erste Konzernpersonalleitungsposition, für die ich mich mehr als bereit fühlte.

 

Was hat sich nach Ihrem MBA-Studium beruflich verändert? Wie war Ihnen die Ausbildung dabei behilflich, Ihre Karriereziele zu erreichen? Welche konkreten Entwicklungsmöglichkeiten ergaben sich daraus?

Ich hatte nicht die Absicht mich beruflich zu verändern, sondern meine Expertise und meine General Management Kompetenzen zu erweitern. Mein Zugang zum Finanz-Bereich hat sich verändert, ich würde sagen, demystifiziert. Zu einem Teil auch desillusioniert. Meine Finanz-KollegInnen, mit denen ich mich regelmäßig unterhalte, sagen Dinge wie „normalerweise ist HR nicht so an Zahlen interessiert...", oder „ lass uns wissen, was wir anders reporten sollen “ – was definitiv zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein in der Interaktion mit KollegInnen aus anderen Fachbereichen geführt hat. Im Personalbereich ist es üblicherweise ja so, dass alle anderen besser wissen, als man selbst, wie Personalmanagement funktioniert.

 

Auch bei strategischen Fragen fühle ich mich besser gewappnet, es fällt mir leichter, unternehmerische Zusammenhänge zu verstehen und damit einen größeren Wert für meine KollegInnen im Executive Committee kreieren zu können.

 

Nicht zuletzt habe ich dann doch auch meine erste Non-Executive Position bekommen. Ich fungiere als unabhängige Beraterin für das International Olympic Committee, im Rahmen deren Personalausschusses. Das ist eine sehr spannende Ergänzung zu meinem derzeitigen Job!

 

Welches war Ihr größter beruflicher/persönlicher Erfolg?

Die erfolgreiche Umsetzung der Post Merger Integration für die OMV Refining & Marketing GMBH mit der Petrom in Rumänien.

 

Welches sind Ihre Ziele im kommenden Jahr? Ihre Ziele überhaupt? Gibt es etwas, was Sie unbedingt noch machen wollen?

Mittelfristig strebe ich Aufsichtsratspositionen in unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen an. Weiters würde ich gerne meine Französisch Kenntnisse verbessern.

 

Was bedeutet für Sie „wahrer Luxus“?

Zeit zu haben. Lieben und geliebt zu werden und gesund zu sein.

 

Das letzte Buch/der letzte Film, wofür Sie sich begeistern konnten?

Meine bevorzugten Filme bringen mich zum Lachen und die sehe ich mir meist auf Langstreckenflügen an. Wie zum Beispiel „Holiday“, „Bridget Jones“ oder ähnliches. Sonst fehlt mir dazu meist die Zeit.

 

Wie würden Sie Ihre Führungsphilosophie beschreiben? Hatten Sie ein großes „Vorbild“?

Meinen Führungsstil würde ich als beratend beschreiben – und immer mit einem klaren Ziel und einer Vision. Ich lerne von guten und weniger guten Vorgesetzten aus meiner eigenen Erfahrung und versuche Best Practices umzusetzen. Allerdings kann sich das mit unterschiedlichen Kulturen (Unternehmenskulturen oder auch Ländern) etwas ändern.

 

Wie schöpfen Sie abseits Ihres anspruchsvollen Berufes Kraft?

Ich bin sehr aktiv und mache regelmäßig Sport – das gibt mir Kraft. Ich reise gerne – Rom ist eine Stadt, die mir immer wieder Kraft und Lebensfreude gibt. Auch kleine Dinge, wie ein Kaffee oder ein gutes Essen mit Menschen die ich mag, geben mir Kraft.

 

Warum würden Sie den Global Executive MBA der WU Executive Academy empfehlen? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Das Preis-Leistungsverhältnis, der Charme von Wien & Österreich und die Facilities an der WU sind top. Die Kombination mit der Carlson School of Management ist ein besonderer Anreiz, mit dem Vorteil des Doppelabschlusses. Auch die Qualität und Diversität der KollegInnen waren für mich extrem bereichernd. Die Auslands-Studienaufenthalte haben zustätzlich zur Bereicherung des Programmes beigetragen.

Wordrap

Mein Lebensmotto:
Everything in your life is a reflection of a choice you have made. If you want a different result, make a different choice.
Darüber kann ich lachen:
Über mich selbst.
Fehler, die ich am ehesten verzeihe:
Ich bin eigentlich nicht nachtragend. Jeder macht Fehler und idealerweise lernt man daraus.
Mein letztes Geld würde ich ausgeben um...
einen qualitativ hochwertigen Sencha aus Japan.
In 20 Jahren werde ich:
viele reiche Erfahrungen gesammelt haben und diese gerne weitergeben.

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