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Der LinkedIn Ranking Algorithmus

20. April 2015

Wie werde ich besser gefunden? Faktoren, die beim Suchranking von LinkedIn eine Rolle spielen.

Mit dem Frühlingsbeginn führt die WU Executive Academy eine neue Serie ein, um ihre LeserInnen bei der Gestaltung ihrer LinkedIn Profile zu unterstützen. Zusammen mit Ritchie Pettauer, Experte in Online Marketing-Strategie, stellen wir Ihnen in den folgenden 12 Monaten Tipps und Strategien vor, um eine starke und erfolgreiche Präsenz in diesem sozialen und beruflich zunehmend relevanten Netzwerk aufzubauen. Den Anfang macht ein „Frühjahrsputz“ auf Ihren Seiten: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Seite entrümpeln und welche Kriterien besonders wichtig sind, um im Netzwerk gefunden zu werden.

Von Ritchie Pettauer

LinkedIn ist nicht nur das populärste Business-Netzwerk der Welt, sondern auch eine umfangreiche Suchmaschine. Immer mehr Nutzer suchen auf LinkedIn nicht nur nach Personen-Namen, sondern auch nach allgemeinen Keywords. Wie weit vorne oder hinten in den Suchergebnissen das eigene Profil auftaucht, entscheidet eine komplexer Algorithmus, der zahlreiche Faktoren heranzieht. Dieser Beitrag erklärt, welche die wichtigsten sind und worauf Sie achten müssen, um bei für Sie relevanten Suchanfragen möglichst gut sichtbar zu sein.

Stellen Sie sich vor, ein Unternehmer möchte eine neue Webpage ins Netz stellen. Da er mit seinem bisherigen Auftragnehmer nicht sonderlich zufrieden ist, sucht er auf LinkedIn den Begriff „Web Design“. LinkedIn zeigt darauf im ersten Schritt verschiedene Ergebnistypen (Personen, Jobs, Unternehmen, Gruppen etc.) an.

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Unser fiktiver Auftraggeber wird vermutlich anschließend auf den Filter „Personen / People“ klicken.
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Die Reihung der Resultate wird von zwei unterschiedlichen Faktoren beeinflusst:

  1. Personalisierung: Ganz vorne stehen immer die eigenen Kontakte ersten oder zweiten Grades. LinkedIn zeigt also jedem Nutzer in Abhängigkeit von dessen Netzwerk unterschiedliche Ergebnisse an.
     
  2. Profil-Faktoren / eigene Aktivitäten: Hier versucht LinkedIn zu ermitteln, wie gut die Inhalte des eigenen Profils zur Suchanfragen passen und wie aktiv der jeweilige Nutzer ist.

Die Kombination dieser beiden Faktoren ergibt das Suchranking. Welche Best Practice Tipps kann man daraus ableiten? 

Wie wird mein LinkedIn Profil besser gefunden?  

Für die Personalisierung spielt die Größe des eigenen Netzwerks eine bedeutende Rolle. Grundsätzlich gilt: Je mehr Connections, desto besser. Doch Vorsicht: Das bedeutet keineswegs, das man wahllos möglichst viele Kontakte sammeln sollte. Für LSO [LinkedIn Search Optimization] zählen Connections aus der gleichen Branche bzw. solche mit geographischer Nähe weit stärker als wahllose Zufallskontakte.

Deutlich mehr Optimierungspotential bietet Punkt 2. Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, dann taucht Ihr Profil garantiert vor denen Ihrer Konkurrenten auf.  

  1. Vollständige Profile: Nutzen Sie alle Möglichkeiten der Profilgestaltung – je vollständiger Sie Ihren beruflichen Werdegang, Ausbildungen und Erfahrungen dokumentieren, desto stärker wird Ihr Profil. Laden Sie unbedingt ein Portraitfoto hoch, denn Profile ohne Bild werden immer ganz hinten gereiht!
  2. Verwenden Sie relevante Schlagwörter: Entscheidend für die Suche sind Ihre „Tagline“ (Berufsbezeichnung unter dem Namen) sowie die Wörter, die Sie in Ihrer Zusammenfassung/Summary verwenden. Verwenden Sie Begriffe, nach denen potentielle Auftraggeber / Arbeitgeber auf LinkedIn suchen.
  3. LinkedIn Gruppen: Die bloße Mitgliedschaft in thematisch passenden Gruppen ist nicht einmal die halbe Miete. Aktive Teilnahme und regelmäßige Beteiligung an Diskussionen sind ein essentieller Ranking-Faktor.
  4. Verlinken Sie Ihr LinkedIn Profil auf Webseiten / anderen Social Media Profilen: LinkedIn berücksichtigt die Zahl Ihrer externen ProfilbesucherInnen. Nutzen Sie deshalb bestehende Kanäle, um deren Besucher auf Ihre LI-Profil aufmerksam zu machen.
  5. Sammeln Sie Empfehlungen: Recommendations sind ungleich wertvoller als „Skill Endorsements“. Während letztere via Mausklick vergeben werden, verlangen erstere deutlich mehr Zeitaufwand – und den honoriert der LinkedIn Algorithmus ganz gewaltig.
  6. Schreiben Sie regelmäßig Updates / Blogbeiträge: Status-Updates auf LinkedIn unterscheiden sich formal nur geringfügig von ihren Facebook-Pendants, inhaltlich dagegen sehr stark. Posten Sie regelmäßig (idealerweise mindestens zweimal pro Woche) Status-Updates mit relevanten Branchen-Informationen. Ob Links zu Fachartikeln, Kommentare zum Tagesgeschehen oder Fotos/Grafiken aus Ihrer Arbeitsalltag. Inhalte, die Ihre KundInnen interessieren, sind auch für die LinkedIn Suche Gold wert. Besonders lohnend, wenngleich vergleichsweise sehr zeitaufwendig, sind LinkedIn Blogartikel – mehr dazu im nächsten Newsletter.

Über den Autor:

Ritchie Pettauer unterstützt als selbständiger Berater Unternehmen bei der Erarbeitung und Implementierung von Online-Marketing Strategien, unterrichtet am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien sowie an verschiedenen FHs (Online Redaktion, Customer Experience Management, Web Analytics) und hält Vorträge und Workshops zum Thema "Online Marketing und Social Media für Unternehmen". Seit 2006 betreibt er den populären Weblog datenschmutz.

Vollständiger Lebenslauf auf LinkedIn

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