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Die Welt ist VUCA

10. Dezember 2018

Wie sich Donald Trump und Brexit auf den MBA auswirken

Seit 3 Jahren ist Barbara Stöttinger Dekanin der WU Executive Academy in Wien. Sie sagt, Diversität und Internationalität komme heute mehr denn je eine Schlüsselrolle bei der Führungskräfteentwicklung im Rahmen von MBA-Programmen zu.

Bild von Barbara Stöttinger mit Mikro
Barbara Stöttinger über den Einfluss von aktuellem Weltgeschehens auf den Global Executive MBA.

In den 3 Jahren seit sie Dekanin der WU Executive Academy in Wien wurde, hat Barbara Stöttinger die Brexit-Entscheidung, die Wahl Donald Trumps in den USA und die Brisanz des Akronyms VUCA, demzufolge Volatilität, Ungewissheit, Complexität und Ambiguität die heutige Welt prägen, miterlebt.

 

Doch sie malt keine düsteren Zukunftsbilder, sondern ist zuversichtlich, dass die Führungskräfte von morgen aus dem aktuellen Weltgeschehen lernen können und dadurch für die Bewältigung volatiler und ungewisser Zeiten besser gerüstet sind.

 

Beim Global Executive MBA (GEMBA) der WU Executive Academy spiegeln sich laut Barbara Stöttinger aktuelle Ereignisse in der Denkart, die den Studierenden vermittelt wird, wider.

Logo des Global Executive MBA
Der Global Executive MBA der WU Executive Academy bereitet die Führungskräfte von morgen auf die Bewältigung volatiler Zeiten vor - auch anhand aktueller globaler Ereignisse.

„Wenn man sich mit Leuten aus der Wirtschaft mit Kontakten in den Vereinigten Staaten oder im Vereinigten Königreich unterhalten und sie gefragt hat, wie wahrscheinlich es sei, dass es tatsächlich zu diesen Ereignissen komme, lautete die Antwort: ‚Lassen wir doch die Kirche im Dorf, es wird schon alles glattgehen'. Aber diese Dinge sind dann doch passiert, und jeden Tag passieren unzählige neue. Genau darin besteht für Unternehmen meiner Meinung nach die große Herausforderung: So etwas lässt sich heute nicht mehr vorhersehen. Wie also mit Situationen umgehen, in denen traditionelle Risikomanagement-Instrumente und Szenario-Techniken an ihre Grenzen stoßen?“

 

Der Kontakt mit einer Vielzahl von Kulturen und Geschäftspraktiken ist, wie Barbara Stöttinger andeutet, Teil der Antwort. Durch die Auseinandersetzung mit Szenarien und damit, wie eine entsprechende Anpassung aussehen könne, würden die Studierenden ihre Fähigkeit, beim Lösen von Problemen kreativ zu denken, schulen.

 

„Zu begreifen, was um einen herum passiert, halte ich für wichtig,” so Barbara Stöttinger weiter. „Genau das bezwecken wir mit den internationalen Studienreisen im Rahmen des Global Executive MBA (GEMBA). In diesem Zusammenhang kommt meines Erachtens auch die Diversität zum Tragen. Wenn man sich die Herkunft unserer Studierenden anschaut, sieht man, dass viele aus aufstrebenden Volkswirtschaften auf der ganzen Welt kommen und selbst turbulente Zeiten erlebt haben.“

 

Die internationalen Studienreisen im Zuge des GEMBA führen die Studierenden in die USA, nach Indien, China, Argentinien und Brasilien. Während ihres Aufenthalts besuchen sie regionale wie internationale Unternehmen und lernen dabei die besonderen Herausforderungen, mit denen sich Firmen im jeweiligen Land konfrontiert sehen, kennen.

Skyline Hongkong
Die International Residencies zeigen den TeilnehmerInnen internationale Herausforderungen in unterschiedlichen Teilen der Welt auf - neuerdings auch in Hongkong. Foto © CC0 Licence

„Dort passiert im Augenblick genau das, was gemeint ist, wenn wir von der VUCA-Welt sprechen“, sagt Barbara Stöttinger. „Sich davon selbst ein Bild machen zu können und zu sehen, wie Führungskräfte rund um den Globus damit umgehen, wirkt sich auch auf das eigene Führungsverhalten aus.“

 

Diversität und Internationalität sind laut Barbara Stöttinger ein integraler Bestandteil des GEMBA-Studiums an der WU Executive Academy. Ein typischer Jahrgang umfasst 40 bis 45 Studierende aus 26 Ländern.

 

„Bei einer derartigen Weiterbildung lernt man nicht nur von den Vortragenden“, betont Barbara Stöttinger. Die Studierenden bringen praktische Erfahrung aus aller Welt mit. In solch einem Umfeld gehe die Rolle der Vortragenden über das Unterrichten hinaus, meint Barbara Stöttinger. Sie hätten prozessbegleitende Funktion und würden die Studierenden in dieser dabei unterstützen, bestmöglich voneinander zu lernen.

 

In Barbara Stöttingers Augen bietet der GEMBA an der WU Executive Academy eine Plattform, die es den Studierenden ermöglicht, offen miteinander zu kommunizieren und gemeinsam einen kollektiven Wissens- und Erfahrungsschatz aufzubauen.

 

"Es geht um den Diskussionsprozess und den Umgang damit", fügt sie hinzu. "In diesem Zusammenhang braucht es ein Instrumentarium, das nicht einfach handzuhaben bzw. mathematisch schwer fassbar ist. Da spielen dann auch Trump und der Brexit als Beispiele für die VUCA-Welt und das Erkennen von Grenzen im Umgang mit ihr herein."

Kompass der V-U-C-A anzeigt
VUCA ist auch im Bereich der digitalen Transformation in aller Munde.

Mit VUCA haben wir es auch im Bereich der digitalen Transformation zu tun. Jeder spricht davon, wie Barbara Stöttinger sagt, und ist bestrebt, auf die eine oder andere Weise zu verstehen, was wirklich wichtig ist und was man als Führungskraft über diese Thematik wissen muss. Gleichzeitig wird nach Wegen für einen strategischen Umgang mit den damit verbundenen Fragen und Problemen gesucht.

 

„Es geht darum, die Studierenden mit Schlagwörtern wie Blockchain, KI und Data Science vertraut zu machen“, so Barbara Stöttinger. „Wir müssen vermitteln, was dahintersteckt, und ihnen jenes Rüstzeug an die Hand geben, das es braucht, damit sie ihre Aufgabe besser als bisher erledigen können.“

 

Unkonventionelles Denken und der Blick über den Tellerrand machen Österreich Barbara Stöttinger zufolge zu einem attraktiven Standort für MBA-Studierende.

 

„Als so kleines Land musste Österreich den Blick stets nach außen richten“, erklärt sie. „Über den Tellerrand zu schauen, ist überlebenswichtig. Wer hier geschäftlich aktiv ist, hat eine internationale Ausrichtung—das war schon immer so.“

 

Geographisch ist das Land laut Barbara Stöttinger ein Tor zum Westen und zum Osten gleichermaßen. Man bekommt Gelegenheit, Erfahrung im Umgang mit anspruchsvollen Marktbedingungen zu sammeln, und erhält historische Einblicke in die Managementarbeit in schwierigen, herausfordernden Zeiten.

 

Portrait Barbara Stöttinger

Prof. Barbara Stöttinger

  • Dekanin der WU Executive Academy

Als der Eiserne Vorhang fiel, begannen wir, Geschäftsbeziehungen mit dem Osten aufzubauen und fungierten gleichsam als Brückenkopf in die Region. In Österreich waren wir also, denke ich, stets gefordert, flexibel auf Unvorhergesehenes zu reagieren, genauso wie unsere KollegInnen in Mittel- und Osteuropa.

Zudem belegt das Land in der vom Beratungsunternehmen Mercer durchgeführten Umfrage zur Lebensqualität zum neunten Mal in Folge Platz eins, was nach Ansicht Barbara Stöttingers ganz wesentlich dazu beiträgt, dass sich Studieninteressierte aus dem Ausland für eine Weiterbildung an der WU Executive Academy entscheiden.

 

„Wien steht für Lebensqualität“, sagt sie. „Genetzwerkt wird abseits des Unterrichts und kulturell kann die Stadt mit ganz besonderen Highlights punkten; all das macht das Gesamtbild von Wien als Stadt, in der man gerne studiert und lebt, aus.“

 

Für mehr Informationen zum Global Executive MBA, klicken Sie bitte hier.

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