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Professor Bodo Schlegelmilch: führende Funktion bei AMBA

20.03.2017

Prof. Schlegelmilch sprach mit uns über seine Zukunftspläne.

Die Association of MBAs (AMBA) hat Prof. Bodo B. Schlegelmilch zu ihrem Vice Chair ernannt. Seit geraumer Zeit gehörte er bereits dem Board of Trustees an. In dieser Funktion konnte Prof. Bodo B. Schlegelmilch, der selbst Gründungsdekan der WU Executive Academy ist, nicht nur seine engen Kontakte zu DekanInnen anderer akkreditierter Business Schools, sondern auch seine umfassende Unterrichtserfahrung, die er als Vortragender im Rahmen von Executive-Education-Programmen in 30 Ländern gesammelt hat, gewinnbringend einsetzen. In Zukunft wird er von diesem Wissen auch bei der Bewertung von Business Schools, die eine AMBA-Zertifizierung anstreben, profitieren. Bedingt durch die neuen Aufgaben und Verpflichtungen bei der AMBA wird es auch hinsichtlich seines Wirkens an der WU Executive Academy zu einigen Veränderungen kommen.

 

Vor kurzem befragten wir Prof. Schlegelmilch im Rahmen eines Interviews zu seinen Zukunftsplänen.

Prof. Bodo B. Schlegelmilch
Prof. Bodo B. Schlegelmilch Foto © Sebastian Freiler Photography

Wie wir gehört haben, übernehmen Sie bei der AMBA eine führende Funktion. Wofür werden Sie dort zuständig sein?

Die Association of MBAs akkreditiert MBA-, DBA- und Master-Programme führender Business Schools in über 70 Ländern. Außerdem ist sie ein Fachverband auf Mitgliedschaftsbasis und vernetzt als solcher rund um den Erdball MBA-Studierende, Alumni, akkreditierte Business Schools und Unternehmen, die MBA-AbsolventInnen beschäftigen. Dem Board of Trustees obliegt die Gesamtsteuerung und strategische Ausrichtung der AMBA, und mir wurde die Ehre zuteil, von meinen GremiumskollegInnen zum Vice Chair ernannt zu werden.

 

Was bedeutet das für Ihre Arbeit an der WU Executive Academy?

Ich werde die akademische Leitung unserer beiden – von mir ins Leben gerufenen – Executive MBAs, also des Global Executive MBA und des EMBA Bucharest, abgeben. Das hat zwei Gründe: Zum einen bestünde ein Interessenkonflikt, da die AMBA auch für die Programme der WU Executive Academy eine der wichtigsten externen Akkreditierungsinstitutionen ist. Zum anderen handelt es sich bei meiner neuen Position um eine recht verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe, sodass ich mich nicht mehr im erforderlichen Ausmaß um die beiden MBA-Programme kümmern könnte.

 

Ab wann werden die Executive-MBA-Programme der WU Wien unter neuer Führung stehen?

Die Übergabe ist im Laufen und ich nehme an, dass der Wechsel vollzogen sein wird, bevor im November der Executive MBA Bucharest beginnt. Ich bin mir absolut sicher, dass Barbara Stöttinger, mit der ich seit fast zwei Jahrzehnten zusammenarbeite, Großartiges leisten wird, wenn es darum geht, die beiden Programme weiterzuentwickeln und sie gemeinsam mit dem Team der WU Executive Academy in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

 

Beabsichtigen Sie, weiterhin im Rahmen der MBAs zu unterrichten?

Ja, und ich freue mich darauf, mehr zu unterrichten, sofern es sich zeitlich ausgeht. Meine ganz persönliche Meinung ist, dass es zwischen unseren MBA-Studierenden und dem Lehrkörper einen ganz wunderbaren Austausch gibt, weil sie äußerst aufgeschlossen, inspirierend und umgänglich sind. Die von mir in Wien und im Ausland unterrichteten Klassen gaben mir stets das Gefühl, überaus willkommen zu sein. Unsere Studierenden sind nicht nur herausragende Führungskräfte, sondern ganz einfach auch wirklich sympathische Menschen.

 

Sie konnten in 30 Ländern auf 6 Kontinenten Erfahrung sammeln. Was haben Sie dabei im Hinblick auf das Unterrichten berufstätiger Fachleute gelernt?

Ich habe rund um den Erdball Führungskräfte unterrichtet – in Indien, China, Japan, den USA und so weiter –, und der einzige Unterschied dabei ist, dass wir andere Beispiele bringen. Für Führungskräfte ist es hilfreich, wirtschaftliche wie unternehmerische Fragestellungen im Kontext ihrer eigenen Märkte zu beleuchten und sich dabei zugleich globale Verflechtungen vor Augen zu halten. Grundlegende Unterschiede zwischen Nationalitäten gibt es meiner Meinung nach aber nicht. Gute Studierende, solche, die besser sind, und nicht so gute findet man praktisch überall.

 

Wie sieht es mit den Unternehmen aus? Unterscheiden sie sich bezüglich der Art und Weise, wie sie ihre MitarbeiterInnen beim MBA-Studium unterstützen?

Ein MBA ist mit großem finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden; aber Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt erkennen den Wert dieser Investition. Oft ermutigen Firmen ihre ManagerInnen zum Executive-MBA-Studium, sei es durch zeitliche oder in einigen Fällen auch finanzielle Unterstützung.

 

Sie sind Gründungsdekan und nunmehr AMBA-Vice Chair. Was müssen MBA-AnbieterInnen aus Ihrer Sicht unbedingt beachten?

Es gilt, die Zufriedenheit der AbsolventInnen sicherzustellen, und das erreicht man durch die ansprechende Vermittlung relevanten Wissens und relevanter Erfahrungen. Business Schools, die in einem wettbewerbsgeprägten Umfeld wie Europa um Studierende werben, müssen dafür Sorge tragen, dass unter den TeilnehmerInnen hohe Zufriedenheit mit dem Programm herrscht und AbsolventInnen gewissermaßen zu ihren WerbeträgerInnen, ihren BotschafterInnen werden. Die eigenen KundInnen zufriedenzustellen, ist also das Um und Auf.

 

Sie sprechen einen interessanten Punkt an: Warum können AbsolventInnen für StudieninteressentInnen bei der Entscheidungsfindung ausschlaggebend sein?

Die meisten Menschen ziehen, wenn sie ein MBA-Studium erwägen, zu Beginn des Auswahlprozesses Akkreditierungen, wie etwa jene der AMBA, und Rankings, zum Beispiel der Financial Times, heran. Als nächstes bringen sie in Erfahrung, wer das Programm, für das sie sich interessieren, bereits absolviert hat und wie die weitere berufliche Entwicklung dieser Personen aussieht. Nicht selten finden sich unter den FreundInnen, im Unternehmen oder im sozialen Netzwerk Alumni, die ihnen ihre persönlichen Eindrücke schildern können.

 

Haben AbsolventInnen negative Erfahrungen gemacht, wird es für eine Business School ohne Frage ungleich schwieriger, ihre Programme erfolgreich zu verkaufen. Trotz all der Marketingerfahrung und Strategien ist noch immer der persönliche Eindruck das, was letztlich wirklich zählt.

 

Gibt es sonst noch etwas, was Sie bei dieser Gelegenheit erwähnen möchten?

Die beiden Executive-MBA-Programme, die ich übergebe, haben eine „Triple-Crown-Akkreditierung”, d. h., sie wurden von der AACSB, der AMBA und nach EQUIS akkreditiert. Weltweit können das nur 77 Business Schools von ihren MBAs sagen. Dieses Gütesiegel zu bekommen, wäre ohne das engagierte Team der Executive Academy nicht möglich gewesen. Ich bin mir sicher, dass Barbara Stöttinger gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der Executive Academy hervorragende Arbeit leisten wird, und zwar nicht nur im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der hohen Standards bei den MBA-Programmen, sondern auch, was die Weiterentwicklung des gesamten Executive-Education-Angebots an der WU Executive Academy anlangt. Barbara und ihrem Team wünsche ich dabei viel Erfolg.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

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In den nächsten Monaten arbeiten die beiden Executive-Education-Profis eng zusammen, um einen reibungslosen Führungswechsel zu gewährleisten. In Zukunft werden der Global Executive MBA und der Executive MBA Bucharest durch die neue akademische Leitung geprägt sein. Wir haben Prof. Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy, um eine Stellungnahme gebeten.

Prof. Barbara Stöttinger Foto © Heinz Zeggl
Prof. Barbara Stöttinger Foto © Heinz Zeggl

„Ich übernehme zwei hervorragende Programme, die wesentlich zur Erfolgsgeschichte und Reputation der WU Executive Academy beigetragen haben. Damit wird es dem Team und mir sehr gut möglich sein, den beschrittenen Weg fortzusetzen”, so Prof. Barbara Stöttinger.

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