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Alumni-Befragung: Zahlt sich ein MBA heutzutage noch aus?

24. März 2020

Karriereaufstieg, Gehaltsentwicklung und Nutzen der Alumni Services

In Zeiten von Digitalisierung und Transformation stellt sich so manche/r MBA-BewerberIn angesichts des zeitlichen und vor allem auch finanziellen Aufwands die Frage, ob sich ein MBA überhaupt rechnet. Viele MBA-InteressentInnen haben bereits einen gut bezahlten Job und können auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. In der aktuellen Alumni-Befragung hat die WU Executive Academy daher ihre ehemaligen MBA- und Master of Laws (MoL)-Studierenden gefragt, wie sie diese Frage im Nachhinein beurteilen und inwiefern sich ihr MBA an der WU ausgezahlt hat. Bei der Befragung wurden nicht nur zentrale Kriterien wie Karriereaufstieg und Gehaltsentwicklung bewertet, sondern auch der Nutzen des Alumni-Service-Angebots analysiert, den der WU Executive Club seinen Mitgliedern bietet.

Bild einer aufstrebenden Business Lady mit MBA Schriftzug im Hintergrund
Zahlt sich ein MBA heutzutage noch aus? Zahlen und Fakten aus der Alumni-Umfrage

Ebenso wie bei Investments in anderen Bereichen wird der Return on Investment (ROI) auch beim Thema MBA immer wichtiger. „Aber unabhängig davon, ob wir den ROI aus Sicht des Unternehmens, oder aus Sicht des Individuums betrachten: Was zählt, ist die ökonomische Logik. Ein MBA war dann erfolgreich, wenn er sich (finanziell) rentiert und für die Studierenden einen konkreten Mehrwert generiert. In der Praxis kann sowohl die Rentabilität, als auch der Mehrwert unterschiedliche Dimensionen haben. Das zeigen auch die Ergebnisse unserer aktuellen Alumni-Befragung“, sagt Prof. Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy.

Deutliche Gehaltssteigerungen von über 30%  

Neben der persönlichen Weiterentwicklung und dem Aufbau eines wertvollen beruflichen Netzwerks geht es Menschen, die sich für einen MBA entscheiden, natürlich auch darum, ihre Einkommenssituation zu verbessern. In diesem Zusammenhang können sich die Gehaltssteigerungen der befragten Alumni sehen lassen: Im Schnitt stieg ihr Gehalt um +30% (+36% CEE) gegenüber der Zeit vor dem MBA. Auf Programmebene nahm das Gehalt der Professional MBA Alumni am stärksten (+31%) zu, regional konnten die AbsolventInnen aus Zentral- und Osteuropa die höchsten Gehaltszuwächse verbuchen (+36% CEE).

„Viele machen den Fehler zu glauben, dass der Abschluss eines MBA auch automatisch mehr Geld bedeutet. Eine erfolgreiche Karriere- und Gehaltsentwicklung nach dem Studium sind Ausdruck des aktiven Engagements, des Durchhaltevermögens und der Motivation der Alumni. 30 % Gehaltssteigerung und mehr sind ein sehr großer Erfolg, der vermutlich ohne MBA in dieser Höhe nicht möglich gewesen wäre. Außerdem sind das sportliche Matchen mit MBA-KollegInnen und das gemeinsame Wachsen in Fach- und Leadership-Kompetenzen während des MBA genauso ein wichtiger Motor für eine künftige Gehaltssteigerung wie die gegenseitige professionelle Unterstützung als Alumni bei jedweder beruflichen Herausforderung (Jobsuche, Verhandlungen, etc.)“, sagt Martina Ernst, die vor der Gründung ihres Unternehmens SalaryNegotiations. den HR-Bereich eines internationalen Unternehmens geleitet hat.

Mann mit MBA stapelt Holzblöcke mit Geldsymbol darauf
Ein MBA bedeutet nicht automatisch mehr Gehalt - doch mit Motivation und Engagement sind beachtliche Steigerungen möglich.

Karriere-Wendepunkt: MBA als Start zur beruflichen Veränderung

Auch wenn für die meisten Studierenden die Wissens- und Netzwerkerweiterung im Vordergrund steht, zeigen die Ergebnisse der Befragung deutlich, dass ein MBA vor allem auch für berufliche Veränderung steht: 76% (72% CEE) der befragten Alumni gaben an, dass sie ihre Karriere in eine positive Richtung verändern konnten, 64% (63% CEE) der Alumni gaben an, dass sie sich noch während bzw. innerhalb eines Jahres nach Abschluss beruflich neuorientiert haben. 47% (46% CEE) haben eine neue Funktion innerhalb des Unternehmens übernommen und 37% (41% CEE) ihre/n ArbeitgeberIn gewechselt. Von jenen, die sich karrieretechnisch verändert haben, gaben 49% (67% CEE) an, dass sie eine zusätzliche funktionale Verantwortung übernommen haben, bei 59% (55% CEE) bedeutete der Karriereschritt auch ein höheres Gehalt und 46% (58% CEE) verantworten jetzt ein größeres Budget als vor ihrem MBA-Studium.

Nicht nur konnte der Anteil jener Alumni gesteigert werden, die für 100 oder mehr MitarbeiterInnen verantwortlich sind (von 5% vor MBA auf 17% bei Befragung/ bei CEE von 7% vor MBA auf 11% bei Befragung), auch jener der AbsolventInnen im Top-Management stieg nach Beendigung des Studiums deutlich: +21% (+26% CEE) der Alumni bekleiden heute C-Level Positionen, zu Beginn des Studiums waren es nur 12% (15% CEE).

11% (9% CEE) der Alumni nutzen den MBA auch dazu, sich entweder allein, oder gemeinsam mit anderen Alumni, selbstständig zu machen. Dieser Anteil hat sich gegenüber dem Beginn des Studiums sogar mehr als verdoppelt. 81% der frischgebackenen EntrepreneurInnen gaben an, dass sie beim Sprung in die Selbstständigkeit sehr vom Wissen, den praktischen Skills und den wertvollen Kontakten aus dem MBA profitieren konnten.

Portrait Martina Ernst

Martina Ernst

  • Karriere- und Gehalts-Expertin und Global Executive MBA Alumna

Entscheidend für den nächsten Karriereschritt ist meist das Hinauswachsen aus der rein fachlich-technischen Dimension in eine strategische Position, in der komplexes „out-of-the-box“-Denken in unserer VUCADD Welt gefragt ist – Eigenschaften, auf die man in vielen konkreten Fallbeispielen während des MBA bestens vorbereitet wird.

Der wahre Wert des Alumni-Netzwerks

Von den derzeit angebotenen Alumni Services des WU Executive Clubs sind die Karriereservices (Job Search Workshop, Company Visits), die Alumni Events (Career Cafés/Breakfasts, WU EA Lounges, Female Leaders Networking Events, WU Ball, etc.) und die Angebote der Executive Search Partner (Online LinkedIn Lectures, etc.) besonders gut angekommen. Im Schnitt besuchten mehr als 65% der befragten AbsolventInnen Veranstaltungen im Rahmen der Guest-Speaker-Serie, die in regelmäßigen Abständen über das Jahr hinweg in Wien, Bukarest und anderen CEE-Locations stattfinden.

Ein Bereich, der erstmals abgefragt wurde und der sich seit der Einführung der Online-Plattform WU EA Connect auch immer größerer Beliebtheit erfreut, ist die sogenannte „willing to help“-Kategorie. Hier handelt es sich um unterschiedliche Arten der Unterstützung, die einzelne Alumni ihren KollegInnen in der Community unentgeltlich anbieten: MBA-Erfahrungen mit zukünftigen Studierenden teilen, als Mentor für High Potentials und weniger erfahrene Führungskräfte aktiv werden, oder einen Alumni-Event vor Ort organisieren bzw. sich als Hub-ManagerIn engagieren.  

Bild einer MBA Alumni Veranstaltung
Ein internationales Alumni-Netzwerk und Veranstaltungen sind ein geschätzter Mehrwert eines MBA Studiums.

Auf die richtigen Karriere-Netzwerke setzen

Die wichtigsten Netzwerke, auf die die Alumni setzen, um ihre Karriere aktiv voranzutreiben sind soziale Netzwerke wie LinkedIn (68%/ 76% CEE), FreundInnen und KollegInnen (63%/ 63% CEE) und Executive Search Unternehmen (52%/59 CEE). Sehr erfreulich ist, dass die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Online-Job Plattform WU EA Connect schon von 20% (24% CEE) genutzt wird, um neue Karrieremöglichkeiten auszuloten – genau jene vier Bereiche, in denen der WU Executive Club sein Informations- und Karriere-Angebot in den letzten Jahren umfangreich ausgebaut hat.

Facts zur Alumni-Umfrage

An der aktuellen Befragung nahmen Alumni aller MBA und Master of Laws Programme der WU Executive Academy teil. Der Löwenanteil (95%) entfiel dabei auf den Professional MBA (64%) und den Executive MBA (31%), wobei der Global Executive MBA mit 16% und der Executive MBA Bukarest mit 15% vertreten waren. 33% der Umfrage-TeilnehmerInnen waren Frauen, 67% Männer.

Geographische Verteilung

Diese Länder waren am stärksten vertreten:  37% aus Österreich, 9% aus Rumänien und Bulgarien, 8% aus Russland und 6% aus Deutschland.

Branchen- und funktionale Verteilung

Die TeilnehmerInnen kamen vor allem aus den Branchen Banking/Finance/Versicherungen (20% vor MBA, 17% bei Befragung), (Verarbeitende) Industrie (16% vor MBA, 13% bei Befragung)  und Energiewirtschaft (12% vor MBA, 15% bei Befragung) und waren in diesen Funktionsbereichen hauptsächlich tätig: Marketing/Sales/PR (19% vor MBA, 17% bei Befragung), Finance/Controlling (16% vor MBA, 13% bei Befragung), Operations Management(12% vor MBA, 6% bei Befragung) und General Management (11% vor MBA, 18% bei Befragung).

Mehr Informationen zu den MBA und Master of Law Programmen finden Sie hier.

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